Die Kaiserswerther Diakonie ist eine Größe im namensgebenden Stadtteil im Norden Düsseldorfs. Rund 2700 Beschäftigte zählt das Unternehmen, hinzu kommen noch einmal rund 1900 Ausbildungsplätze. Neben dem Florence-Nightingale-Krankenhaus gehören auch Altenpflege und Dienste im Bereich der Sozialpsychiatrie, der Jugend- und Familien- sowie der Behindertenhilfe zu den Leistungsgebieten der Diakonie.

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Um einen Ausbau der Angebote, sowie mehr Wohnraum für Mitarbeitende und betreute Wohneinheiten finanzieren zu können, plant die Diakonie bereits seit einigen Jahren den Bau von Wohnungen auf einer Fläche am Himgesberg in Kaiserswerth.

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Düsseldorfer Norden: Öffentlichkeitsbeteiligung zu Wohnbau in Kaiserswerth beschlossen

Die Pläne sind und waren in den vergangenen Jahren allerdings umstritten. Sowohl in der Bevölkerung als auch in der lokalen Bezirksvertretung regt sich bis heute Widerstand gegen oder zumindest Kritik am Bauvorhaben. Zwischen 2021 und 2022 unterzeichneten mehr als 870 Personen eine Petition zur Erhaltung der Grünflächen, auf denen die Diakonie den Wohnbau vorantreiben möchte.

Mehrfach wurden die Pläne überarbeitet. In den Unterlagen, die am vergangenen Mittwoch (4. März) dem Düsseldorfer Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) vorlagen, ist von 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche die Rede, die entstehen sollen. Auf Grundlage dieser Vorüberlegungen soll die Stadt nun eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchführen, so das einstimmige Votum des Ausschusses.

Jahrelange Planung: Workshop Ende 2025 bildet Grundlage für Wohnbauprojekt der Diakonie

Mit dieser könnte sich zeigen, wie genau das Stimmungsbild der Kaiserwerther Anwohnenden angesichts der voranschreitenden Pläne heute aussieht. Denn während die aktuellen Pläne dem Vernehmen nach von der Lokalpolitik immer noch mit einzelnen Kritikpunkten bedacht wurden, ist die Unterstützung sowohl in der Bezirksvertretung 5 als auch im APS deutlich stärker, als noch vor ein paar Jahren.

Damals, im Jahr 2020, ging das Vorhaben wieder zurück ans Reißbrett. Nun fiel die Zustimmung zum Bebauungsplan-Vorentwurf, der bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, einstimmig pro der Diakonie-Pläne aus – auch wenn sich in der BV 5 Ende Februar noch fünf Vertreter enthielten.

Mit zum besseren Stand der Pläne in der Politik könnte auch ein Workshop beigetragen haben, der Ende 2025 stattfand. In diesem passte das verantwortliche Architekturbüro Casper in Zusammenarbeit mit dem Freiraumplanungsbüro Studio Grüngrau sowie Vertretern aus Politik und der Düsseldorfer Verwaltung die Pläne für das Areal am Himgesberg an.

Neues Quartier im Düsseldorfer Norden: Die wichtigsten Punkte der nun vorgestellten Pläne

Nach den nun vorgestellten Ergebnissen, soll die Bebauung der Fläche zum bestehenden Naturraum hin abnehmen, also entlang des Zeppenheimer Wegs am stärksten sein. Ein Aspekt, der den Kritikern, die sich um die südlich am Gelände liegenden Seen sorgen, entgegenkommen könnte.

An Wohnungstypen sind zu etwa 70 Prozent Geschosswohnungen und zu 30 Prozent Einfamilienhäuser vorgesehen. Die Verkehrsanbindung des in Zukunft entstehenden Quartiers soll über den Zeppenheimer Weg erfolgen und auf ein Minimum reduziert werden. Sorgen bezüglich des Verkehrskonzeptes hatten bereits 2020 die Grünen in der BV angemeldet.

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Als „prägendes Element“ im neuen Quartier soll sich vom Landschaftsschutzgebiet im Süden ein Grünzug nach Norden durch die Wohnhäuser ziehen. „Dieser fungiert nicht nur als Erholungsfläche und wichtige Wegeverbindung, sondern übernimmt zugleich wichtige Funktionen für das Mikroklima, die Orientierung und die übergeordnete grüne Infrastruktur“, heißt es in der Vorlage. So wolle man die Aufenthaltsqualität steigern und „dem landschaftlichen Aspekt Rechnung tragen“.