Zwischen Griechenland und der Türkei herrscht historisch eine tiefverwurzelte Rivalität. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind angespannt. Streitpunkt zwischen Athen und Ankara war und ist dabei unter anderem das Ägäische Meer - es geht um maritime und territoriale Hoheit, um Gasvorkommen, um Fischfanggebiete.

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Etwa 2000 Kilometer von diesem Streitbeckens entfernt - an der Remscheider Straße in Düsseldorf-Friedrichstadt - merkt man von alledem nichts. Im neuen Deli „Ägäis Kitchen“ wollen Can Kutlu Taşkinlar und Volkan Göde eine „kulinarische Versöhnung“ wagen.

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Ägäis-Betreiber über Rivalität: „Ob Türke oder Grieche - das ist egal“

„Ob Türke oder Grieche - das ist egal“, sagt Genel. Er und sein Partner Göde wollen Brücken bauen, wo teils tiefe Seegräben die Nachbarn spalten: „Türkischer Kaffee ist wie griechischer Kaffee, Oliven sind von denselben Olivenbäumen. Wir trennen nicht - wir kombinieren griechische und türkische Produkte, um die gemeinsamen Wurzeln der Mittelmeer-Küche zu zeigen.“

Türkischer Kaffee ist wie griechischer Kaffee, Oliven sind von denselben Olivenbäumen. Wir trennen nicht - wir kombinieren griechische und türkische Produkte, um die gemeinsamen Wurzeln der Mittelmeer-Küche zu zeigen.

Can Kutlu Taskinlar, Co-Betreiber des neuen „Ägäis“ in Düsseldorf-Friedrichstadt

Kombiniert wird zwischen zwei Sandwichhälften. Da liegt dann auch mal griechischer Feta-Käse auf türkischer Acuka-Würzpaste, gemischt mit Spezialitäten vom gesamten mediterranen Raum. Die Namen der sechzehn verschiedenen Sandwiches tragen zur Hälfte türkische und zur anderen Hälfte griechische Ortsnamen.

Deli „Ägäis“: Google-Bewertungen sprechen eine eindeutige Sprache

Beispielsweise kommt der „Athens“ für 8,90 Euro mit Salami Milano, Halloumi, Tomaten und grünen Olivenscheiben. Der „Izmir“ - laut Taskinlar der Verkaufsschlager im „Ägäis“ - bietet mit Ziegenkäse, Tomaten, grünen Paprikascheiben, Eiern und Olivenöl auch eine vegetarische Option.

Getreu der Idee, Küchen zu durchmischen, können die Sandwiches auch individuell belegt werden. Das Menü des Ägäis komplementieren diverse Bowls, die ebenfalls individuell bestückt werden können.

Und wie kommt das Essen bei den Kunden an? Den anwesenden Gästen schmeckt es jedenfalls. „Sehr lecker“, konstatieren etwa Ralph und Uwe; sie wohnen direkt um die Ecke und sind bereits zum zweiten Mal hier. Und auch die Google-Bewertungen sprechen eine eindeutige Sprache: Starke 5,0 Sterne hat das „Ägäis“ dort bei bislang etwa 80 Bewertungen.

Einige der Produkte, die auf den deftigen Sandwiches und Bowls landen, können im Deli und online derweil für zuhause erworben werden. Denn ursprünglich begann der aus der türkischen Ägäis-Region stammende Taşkinlar 2024 mit Import und Export delikater Produkte aus seiner Heimat, darunter Oliven, Olivenöl und Marmeladen.

Das Deli „Ägäis“ in Düsseldorf will die Türkisch-Griechische-Rivalität zwischen zwei Sandwichhälften besänftigen. Was das Essen kostet
Ägäische Delikatessen wie Oliven, Olivenöl und Marmeladen können im „Ägäis“ am Fürstenplatz auch für zuhause erworben werden. © NRZ | Jonas Knobel

„Ramiz“: Ägäis-Betreiber hat bereits 150 Köfte-Filialen

Neuland ist die Gastronomie für ihn jedoch lange nicht mehr. Mit „Ramiz“ betreibt der Geschäftsmann eine Köfte-Kette mit 150 Filialen - die meisten davon in der Türkei, in Hamburg hat vor kurzem die erste deutsche Filiale eröffnet.

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Und auch in Düsseldorf, wo es Taşkinlar seit 2014 regelmäßig hin verschlägt, wollte er schon lange gastronomisch aktiv werden: „Ich komme immer gerne hierher. Düsseldorf ist eine tolle Stadt.“