Die vom Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ betroffene 65-jährige Deutsche, die seit dem Abend des 6. Mai in der Isolierstation des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) behandelt wurde, wurde am Mittwochmorgen (13. Mai) in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt. Das teilte das UKD nun mit.

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Die Frau weist nach Angaben der Uniklinik „nach wie vor keine klinischen Zeichen einer Infektion auf. Auch die Ergebnisse umfangreicher virologischer Untersuchungen deuten bisher nicht auf eine Infektion hin.“ Der Erreger konnte demnach „in den Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen werden“, so das UKD weiter.
Da die Inkubationszeit des Erregers aber sehr variabel sei und das Auftreten von Symptomen mehrere Wochen dauern könne, waren jedoch weitere Kontrollen und eine klinische Beobachtung erforderlich. Zudem „wurden für den Transport adäquate Schutzmaßnahmen veranlasst. Auch in der aufnehmenden Klinik werden diese weiter aufrechterhalten“, heißt es.
Hantavirus war Anfang Mai auf Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ausgebrochen
Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Mitarbeitende des Gesundheitsamts der Stadt Düsseldorf hatten am vergangenen Mittwoch (6. Mai) den Transport der Kontaktperson des Hantavirus an die Universitätsklinik übernommen. Das Virus ist Anfang Mai auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ ausgebrochen, das sich auf dem Weg von Argentinien zum afrikanischen Inselstaat Kap Verde befand. Drei Personen, zwei Niederländer und eine deutsche Frau, sind bereits daran verstorben. Fünf weitere Passagiere sollen sich laut WHO mit dem Hantavirus infiziert haben.
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Die Kontaktperson der verstorbenen Deutschen, bei der es sich laut eines Berichtes der „Bild“ um eine 78-Jährige aus Passau handeln soll, wurde am Mittwochabend von einem Hochinfektionstransport der Feuerwehr Düsseldorf in die Uniklinik gebracht. Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW) beauftragte die Stadt zuvor damit, die Frau in das Düsseldorfer Universitätsklinikum zu transportieren.
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Hantavirus-Kontaktperson wurde von Feuerwehr-Spezialkräften in die Uni-Klinik Düsseldorf gebracht
Die 65-jährige Passagierin gilt als Kontaktperson der am 2. Mai verstorbenen Deutschen. Nach bisherigen Angaben zeigte die Frau zunächst keine Symptome. Am Morgen des 6. Mai wurden sie sowie zwei Crewmitglieder mit einem Flugzeug nach Amsterdam gebracht.
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Um 10 Uhr machten sich sowohl die sogenannte Hochinfektionstransportkomponente als auch ein Vorauskommando, das aus einem Einsatzleiter der Feuerwehr sowie einem leitenden Notarzt des Gesundheitsamtes Düsseldorf besteht, auf den Weg zum Flughafen nach Amsterdam.
Bei der Hochinfektionstransportkomponente handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr um einen „speziell zusammengestellten Verband aus mehreren Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr. Diese sind auf die besonderen Anforderungen eines Transports von hochinfektiösen Patienten ausgelegt und gewährleisten eine sichere Durchführung.“
Hantavirus-Ausbruch: Kontaktperson traf am 6. Mai in der Uniklinik Düsseldorf ein
Am Abend des 6. Mai, gegen 20 Uhr, übergaben die niederländischen Behörden die Kontaktperson an die Feuerwehr Düsseldorf. Der Zustand der Person sei bei der Übergabe stabil gewesen. Am Donnerstagmorgen (7. Mai) berichtete die Feuerwehr, die Person sei gegen 23.20 Uhr am Mittwochabend im Uniklinikum Düsseldorf eingetroffen. Dort wurde sie noch am Abend untersucht. Sie habe auch während des Transports in Deutschland keine Symptome einer Infektion gezeigt.
Ein Kliniksprecher sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP, es handle sich um „Abklärungsuntersuchungen“. Behandelt werde der Mensch nicht, weil es sich um eine „Kontaktperson ohne Symptome“ handle. Der Erregernachweis wird demnach ein bis drei Tage dauern. Geplant sind nach Angaben der Klinik unter anderem „weiterführende virologische Laboruntersuchungen“. „Anschließend soll die Person zeitnah an ihren Heimatort in Deutschland weiterverlegt werden“, erklärte die Klinik bereits vor einer Woche.
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Die Ermittlungen zu dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff dauern unterdessen weiter an. Laut Einschätzungen von argentinischen Behörden könnte sich ein niederländisches Ehepaar bereits vor Reisebeginn während einer Vogelbeobachtungstour in Ushuaia infiziert haben. Im Zusammenhang mit dem Ausbruch auf der „Hondius“ waren ein älteres niederländisches Ehepaar sowie eine deutsche Frau gestorben. (mit afp)





