Noch vor gut drei Wochen, am 27. April, sorgte ein von der AfD Düsseldorf initiierter „Rundgang“ durch das Bahnhofsviertel für großen Gegenprotest. Der Kreisverband der rechten Partei hatte die brandenburgische Abgeordnete Lena Kotré in die NRW-Landeshauptstadt eingeladen. Die 38-Jährige gilt als radikale Vertreterin des sogenannten „Remigrationskonzepts“. Jetzt kündigt sich der nächste Besuch von Rechtsaußen in der Rheinmetropole an. Die AfD lädt am Montagabend, 18. Mai, zu einem Bürgerdialog mit dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Münzenmaier ins Bürgerhaus Bilk (19 Uhr) ein.

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Zuvor (16 Uhr) soll es einen Rundgang mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion durch Oberbilk geben, einem Viertel, das durch seine kulturelle Vielfalt geprägt ist. Das Aktionsbündnis Düsseldorf stellt sich quer (DSSQ) sieht das als pure Provokation und ruft unter dem Motto „Kein Platz für Faschisten in Düsseldorf“ erneut zum Protest gegen den geplanten Rundgang auf. Das Ziel sei, den Spaziergang zu verhindern, so ein DSSQ-Sprecher. „Wir sehen das Potenzial für 400 Teilnehmer am Protest“, so der Sprecher. DSSQ plant dem Vernehmen nach auch Sitzblockaden, um die Tour durch den Stadtteil zu stören.

Sonntagabend (17. Mai) treffen sich zudem Verantwortliche des Vereins „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ (FWiD), um ebenfalls Gegenmaßnahmen zu planen. Die Räumlichkeiten des Vereins befinden sich an der Heinz-Schmöle-Straße, die in Oberbilk gleich hinter dem Hauptbahnhof liegt. Die Teilnehmenden wollen überlegen, wie sie am Montag Geschäftsleute aus dem Viertel in den Gegenprotest mit einbeziehen können. „Es ist wichtig, dass man im Viertel was sieht“, sagt FWiD-Gründerin Hildegard Düsing-Krems.

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Im Rahmen der Proteste gegen den Rundgang der AfD durch das Düsseldorfer Bahnhofsviertel mit Lena Kotré gab es vor drei Wochen Tumulte. Eine ältere Demonstrantin soll durch Einsatzkräfte der Polizei verletzt worden sein. Wie DSSQ später mitteilte, sei die 70-Jährige von einem Beamten der eingesetzten Hundertschaft umgeworfen worden, fiel dabei auf den Hinterkopf und habe sich bei dem Sturz das Handgelenk gebrochen. Die Frau, die zu der Bewegung „Omas gegen Rechts“ gehört, hat Anzeige erstattet.