Es wird keine neue Oper in Düsseldorf geben. Das steht seit Freitag (5. Juni) fest. Schaut man in die sozialen Medien, sorgt diese Nachricht für Erleichterung bei vielen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern. Der Tenor ist eindeutig: Wirklich enttäuscht scheint niemand über diese Entscheidung zu sein.

Freitags
Vitamin D - Dein Newsletter für Düsseldorf
Jede Woche Deine Dosis Düsseldorf: Spannende Geschichten, besondere Menschen und ausgesuchte Gastro-Tipps.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Eine absolut vernünftige Entscheidung, die dem Willen vieler Düsseldorfer entspricht“, kommentiert ein User einen Beitrag zum Aus der neuen Oper, den die Stadt auf ihrer offiziellen Facebook-Seite geteilt hat. Ein anderer schreibt: „Besser spät als nie.“ Noch einer sagt: „Das wurde Zeit!“
- Ein bisschen Vitamin D gefällig? Mit unserem neuen Newsletter gibt es jeden Freitag eine ganz persönliche Auswahl der besten Geschichten der Woche – zusammengestellt von einem Mitglied unserer Redaktion. Neben den wichtigsten News gibt es außerdem Gastro- und Veranstaltungstipps sowie das Neueste von der Fortuna. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.
„Absolut richtige Entscheidung. So was macht man, wenn alles andere gelöst wurde und jede Menge Geld überhat. Oper ist nur für einen ganz kleinen Teil der Bevölkerung relevant“, meint ein Düsseldorfer. Ein weiterer User pflichtet ihm bei und meint: „Alles andere wäre fahrlässig gewesen.“
Kritik wird aber auch laut, nämlich daran, dass erst jetzt – nachdem die Stadt das Grundstück am Wehrhahn gekauft und der Architektenwettbewerb abgeschlossen ist – die Pläne gestoppt wurden. „Das war doch abzusehen. Wieviel Steuergeld jetzt schon für Planungen und das Grundstück verbrannt wurde. Richtige Entscheidung, leider zu spät“, schreibt jemand auf Facebook.
Schon der Entwurf der neuen Düsseldorfer Oper kam nicht gut an
Schon bei der Enthüllung des Siegerentwurfs wurde die Optik der neuen Oper scharf kritisiert. Als „hässlicher Klotz“ oder „schmucklose Wellblechkiste“ wurde die Idee des norwegischen Büros „Snøhetta Oslo AS“ von einigen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern bezeichnet. Die „Oper der Zukunft“ sollte aus drei unterschiedlich großen Baukörpern mit einer Höhe von bis zu 58 Metern bestehen.
Lesen Sie auch diese Nachrichten aus Düsseldorf
- Neues Gymnasium Heinzelmännchenweg – Stadt überrascht Eltern: „Sind alle in Sorge“
- Kampfmitteleinsatz in Düsseldorf-Kaiserswerth: Panzerfäuste wurden gesprengt
- „Nähszene“ in Düsseldorf schließt: „8800 Euro Miete schaffen wir nicht mehr“
- „Eternity“ erstmals in Deutschland – Spektakuläre Artistik in St. Antonius-Kirche
- Lesen Sie hier auch alle aktuellen Nachrichten aus Düsseldorf
„Die Oper in dieser unnötig aufgeblasenen und architektonisch fragwürdigen Dimension abzusagen, ist konsequent und richtig. Allerdings sollte man nicht die Oper als solche damit infrage stellen“, findet ein Düsseldorfer. „Jetzt hat die Politik die Chance, dieses Projekt auf ein gesundes Maß gesundzuschrumpfen und einen Neubau zu planen, der nur dem Zweck von zeitgemäßen Opernaufführungen gerecht wird und nicht zu einem ‚Kulturpalast XXL‘ mit tausend Nebenfunktionen mutiert, wie es hier passiert ist.“





