Der Start ist definitiv gelungen: Mehr als tausend Leute standen zur Eröffnung von „Abdul‘s Gemüse Kebab“ am 13. Juni 2026 an der Adersstraße in Düsseldorf-Friedrichstadt Schlange. Das Ende der Reihe war gar nicht mehr zu sehen – so viele Menschen wollten in den kleinen Laden, der fast an der Ecke zur Friedrichstraße liegt. „Das ging den ganzen Tag so“, freut sich Abdul. Der 28-Jährige hat sich vor zwei Jahren mit einem Gemüsedöner nach Berliner Vorbild in Bottrop selbstständig gemacht und will mit seinem Erfolgskonzept jetzt auch in Düsseldorf durchstarten.

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Dass die Menschen ihm am ersten Tag die Bude einrannten und er am Ende fast 100 ohne Kebab nach Hause schicken musste, weil alles ausverkauft war, hat zum einen mit dem extremen Eröffnungsrabatt zu tun: Für zwei Cent gab es einen Döner und eine Cola. Aber unter den Besuchern seien auch viele Bottroper Stammkunden gewesen, die die Einweihung seiner neuen Filiale mit einem Ausflug nach Düsseldorf verbunden hätten. Mit dem Sonderangebot habe er ihnen quasi einen ausgegeben.
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Abdul Ataman kennt viele Leute. In seinem früheren Berufsleben hatte er einen Youtube-Kanal mit 124.000 Abonnenten. Begeistert hat er seine Anhängerschaft mit „Prank-Videos“, lustigen Filmen, in denen er etwa dem großen Bruder Streiche gespielt hat. „Das ist lange her“, sagt der 28-Jährige und winkt lachend ab. Den Kanal gibt es noch, aber die Inhalte hat er herausgenommen, als er in sein neues Business gestartet ist.

Den Traum vom eigenen Dönerladen hat er schon lange mit sich herumgetragen. Auf den Geschmack gekommen ist Abdul vor vielen Jahren bei der Hochzeit eines Kollegen in Berlin. „Da habe ich einen Gemüsedöner gegessen, der mich umgehauen hat.“ Er arbeitete zunächst in der Treppenbaufirma seines Vaters, machte sich später als Tourenbetreuer eines Paketdienstes selbstständig und dachte trotzdem immer wieder an den Berliner Gemüsekebab als Geschäftsidee für seine Heimat im Ruhrgebiet.
Und dann kam der Tag, als er mit seiner Frau über die Horster Straße in Bottrop ging und sagte: „Wenn dieser Laden hier frei wird, dann mache ich es.“ Kurz darauf fand er das Objekt zufällig in einem Immobilienportal. „Das war ein Zeichen“, sagt er und zuckt grinsend mit den Schultern. Das Abenteuer Dönerladen begann.
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Abdul Ataman ist Perfektionist. Vor der Eröffnung seines Geschäftes hat er am ultimativen Gemüsekebab getüftelt. Mit dem Ergebnis, dass er die Spieße mit dem Hähnchenfleisch tatsächlich aus Berlin kommen lässt. „Ich habe versucht, hier in der Nähe gute Qualität zu finden, aber an das Fleisch aus Berlin kommt nichts heran.“

Seinen Kebab serviert der 28-Jährige in Düsseldorf genauso, wie er sich in Bottrop seit zwei Jahren bewährt. Das gewürzte Fleisch (die genaue Mischung wird nicht verraten) sprüht er zusätzlich noch mit einer besonderen Soße ein. „Für den Extra-Kick.“ Dazu kommen frittiertes Gemüse und Salat in die Teigtasche und nach Wahl eine oder alle der vier Soßen, die er selbst macht: Kräuter, Knoblauch, scharf, Curry-Mango. Und für die individuelle Note gibt‘s obendrauf noch Limette, Granatapfelsirup und Sumach, ein säuerliches, orientalisches Gewürz.
Bald gibt’s den Düsseldorfer Döner im Sauerteigbrot
Granatapfel und Döner? „Das ist richtig schön frisch“, sagt Abdul über die ungewöhnliche Kombination, zu der ihn türkische Salate inspiriert haben. Aktuell tüftelt er zusammen mit einer Bäckerei noch an einem neuen Brot, das es bald geben soll. „Ein Sauerteigbrot, das nur für uns hergestellt wird.“ Es soll geschmacklich in die Richtung einer neapolitanischen Pizza gehen. „Außen knusprig, innen fluffig.“
Besser als der Döner in Berlin
„Das Brot ist die halbe Miete für einen guten Döner.“ Kurz vor der Eröffnung in Düsseldorf war Abdul extra noch mal mit Freunden in Berlin, um sich durch verschiedene Gemüsedöner zu testen. Alle vier waren sich einig, dass die Teigtaschen zu klein und zu dick waren und zu viel vom Geschmack des Kebabs geschluckt haben. „Nee, deiner ist besser“, lautete das Fazit seiner Begleiter, und so ist er mit noch mehr Selbstbewusstsein in Düsseldorf angetreten. Sein Motto: „Ich will der Beste sein.“
Abdul‘s Gemüse Kebab in Düsseldorf
Am 13. Juni hat Abdul Ataman seinen Dönerladen „Abdul‘s Gemüse Kebab“ an der Adersstraße 2 in 40215 Düsseldorf eröffnet.
In den Sozialen Medien hat er sich durch sein Geschäft in Bottrop schon seit zwei Jahren einen Namen gemacht: Auf Instagram folgen ihm unter abdulsgemuesekebab mehr als 10.000, auf TikTok sind es fast 26.000.
Die Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 12–22 Uhr, Fr. 12–24 Uhr, Sa. 14–24 Uhr, So. 14–22 Uhr.
Während wir über sein Geschäftskonzept reden, kommt an der Adersstraße 2 schon wieder ein bekanntes Gesicht herein. „Ein Stammkunde aus Bottrop.“ Der Mann wird mit Faustcheck begrüßt. Auch das gehört zu Abduls Firmenphilosophie: „Hier bei uns soll es sympathisch und familiär zugehen.“ Das gelte sowohl für das Miteinander im Team als auch für den Austausch mit den Kunden. Späße und ein „Was macht die Familie?“ gehören dazu.
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7,50 Euro kostet ein Gemüsedöner, für Vegetarier gibt es Falafeln – auch als Bowl für 13 Euro. Eine Portion Pommes (im Country-Style aus Kartoffeln mit Schale) kostet vier Euro. Was noch fehlt, ist eine Soße für die vegane Fraktion. „Daran arbeiten wir!“ In Bottrop sei das kein Thema gewesen, aber wenn die Düsseldorfer das wünschen, kreiert Abdul eine pflanzliche Alternative.





