Mehrere Fahndungsplakate kleben seit Freitag in Düsseldorf-Oberbilk: an Stromkästen, an der Bushaltestelle an der Markenstraße oder auch im Trinkgut-Markt in der Straße Im Liefeld. Sie zeigen zwei Männer, die vor zehn Jahren einen Mord verübt haben sollen. 2016 ist der unter dem Namen „Lemmy“ bekannte Hans Gert L. in seiner Wohnung in Oberbilk getötet worden. Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur.

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Nun wenden sich die Ermittler der Mordkommission „MK Mindener“ erneut an die Öffentlichkeit – mit der Plakataktion suchen sie nach Zeugen. Die Polizei spricht von „neuen Ermittlungsansätzen“. „Wir haben neue Hinweise und große Hoffnung, die Täter jetzt zu finden“, sagt eine Pressesprecherin auf Anfrage der NRZ.
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Hans Gert L. ist auf brutale Weise in seinem eigenen Zuhause gestorben. Es war der 3. Juni 2016, ein Freitag, als der 68-Jährige in seiner Wohnung an der Mindener Straße schwer verletzt aufgefunden wurde. Nachbarn riefen Polizei und Rettungskräfte, nachdem sie erst Lärm und lautes Stimmengewirr und dann ein Stöhnen des Seniors vernahmen.

Im Treppenhaus begegneten sie noch zwei Männern, die aus der Wohnung liefen. Einer von beiden soll laut Beschreibung der Zeugen eine Jacke mit dem Symbol des Paketdienstleisters „DHL“ getragen haben. Hans Gert L. schaffte es nach dem Klingeln seiner Nachbarn noch gerade so, seine Wohnungstür zu öffnen, dann starb er an seinen schweren Verletzungen.
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Schnell war klar, dass der Mann getötet worden war. Die Polizei ermittelte im nahen Umfeld des Opfers, sicherte Spuren, ging Zeugenhinweisen nach und wertete Videomaterial aus. Spezialisten erstellten Phantombilder der zwei mutmaßlichen Täter. Der Fluchtweg wurde rekonstruiert. Demnach sind die Männer nach dem Verlassen des Hauses die Mindener Straße nach rechts weitergelaufen. Hier überquerten sie die Markenstraße und dürften dann entweder weiter geradeaus in Richtung Heerstraße und Im Liefeld oder, dem Straßenverlauf nach links über die Brücke folgend, in Richtung Ronsdorfer Straße geflüchtet sein.
Mordfall in Düsseldorf-Oberbilk: So werden die Tatverdächtigen beschrieben
Mit den Phantombildern von damals wird jetzt wieder nach den Tatverdächtigen gefahndet. Der erste Verdächtige war zum Zeitpunkt des Mordes etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß. Er hat ein südländisches Aussehen mit einer schlanken Statur. Sein Haar war lediglich zwei bis drei Zentimeter kurz und dicht, aber dennoch nach hinten gegelt. Die Seitenpartien waren nochmals deutlich kürzer geschoren. Er war mit einem schwarzen T-Shirt mit weiß abgesetzten Ärmeln sowie einer hellen Hose bekleidet. Zudem trug er Turnschuhe oder sportliche Freizeitschuhe.
Der zweite Tatverdächtige war damals 20 bis 30 Jahre alt und auch etwa 1,80 Meter groß. Er hatte einen dunklen Vollbart („5-Tage-Bart“), sein Haar war mit einem schwarzen Cappy bedeckt. Auch er hat ein südländisches Aussehen, jedoch eine deutlich untersetzte, kräftige Statur. Er trug dunkle Oberbekleidung mit einer auffallenden „Posthorn“-Abbildung oder -Applikation und eine dunkle Cargohose. Zudem führte er eine dunkle Sporttasche mit sich. Nach Zeugenangaben soll er akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben.
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Die Ermittler der Mordkommission fragen nun: Wer kennt die Männer oder kann Angaben über mögliche Aufenthaltsorte machen? Wer hat die Tatverdächtigen auf ihrer Flucht beobachtet? Die Polizei betont, dass jede Angabe wichtig ist, auch wenn sie sich im Auge des Zeugen als vermeintlich uninteressant darstellt.
Hinweise nimmt die „MK Mindener“ unter der Telefonnummer 0211/8700 entgegen.






