Man muss kein Physik-Ass sein und kapieren, wie das mit der Verdunstungskühlung genau funktioniert. Bei 30 Grad und mehr reicht es, wenn man einfach nur weiß, wo in Düsseldorf diese Apparate zu finden sind, die mithilfe von feinstem Wassernebel in der Lage sind, einen Kühleffekt um bis zu zehn Grad zu bewirken.

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Nachdem die beiden „Brumisateure“ von Stadt und Stadtwerken im vergangenen Jahr zum ersten Mal im Einsatz waren, sind sie jetzt wieder da: Seit Samstag, 11. Juli, ist eines der Geräte auf dem Schadowplatz im Einsatz und sorgt dort von 10 bis 19 Uhr bis einschließlich Freitag, 17. Juli, für Erfrischung. Das zweite Modell, die „Kühlbox“ der Stadtwerke, wird zu Beginn des ersten Sommerferienabschnitts wieder dort stehen, wo sie sich im Sommer 2025 als Pilotprojekt schon bewährt hat: auf dem Kirchplatz, der viel Beton, wenig Grün und jede Menge Sonne hat.

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Dass man mit dem feinen Wassernebel die Hitze in der Großstadt erträglicher machen kann, hat sich die Stadt von den Franzosen abgeguckt, wo Brumisateure seit vielen Jahren in Städten genutzt werden. Paris zum Beispiel hat mehr als hundert solcher Geräte. Der Name stammt übrigens vom französischen Wort für Nebel (la brume) ab. Schon seit 2018 besitzt Düsseldorf ein Modell eines französischen Herstellers, das bei Kinder- und Jugendsportveranstaltungen der Stadt, wie dem Olympic Adventure Camp und Kids in Action, sowie vereinzelt auf Stadtteilfesten genutzt wird.

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Allerdings ist der Einsatz dieses Brumisateurs recht aufwendig, da er nicht ohne Aufsicht betrieben werden kann. Die Verneblungsdüsen sind frei zugänglich und sehr empfindlich, weshalb er vor Vandalismus geschützt werden muss. Daher ist er auch bei den momentan hochsommerlichen Temperaturen auf dem Schadowplatz nur vorübergehend im Einsatz und wird das nächste Mal erst wieder vom 22. bis 29. August beim Olympic Adventure Camp im Freizeitpark Ulenbergstraße wieder aufgebaut.

Brumisateur Düsseldorf
Der Brumisateur der Stadt Düsseldorf steht noch bis zum 17. Juli auf dem Schadowplatz. Bei unserem Besuch wurde er allerdings nicht so ausgiebig genutzt. © NRZ Düsseldorf | jum

Bei unserem Besuch an einem heißen Tag mit 30 Grad und angenehmem Wind wurde der Brumisateur allerdings nur von vereinzelten Menschen genutzt. Deutlich mehr los war am benachbarten Werbestand von Nutella, wo Gratisprodukte verteilt wurden. Was aber vielleicht nicht nur an der Attraktivität des Schokoaufstrichs lag, sondern auch daran, dass nicht so leicht zu erkennen war, dass der Vernebler in Betrieb ist. Zwischen kurzen Momenten mit Sprühstößen gab es immer wieder Pausen.

Brumisateur
Im vergangenen Jahr war die „Kühlbox“ der Stadtwerke zum ersten Mal auf dem Kirchplatz im Einsatz. Dort wird sie in der ersten Hälfte der Sommerferien 2026 wieder stehen. © Landeshauptstadt Düsseldorf | Sarah Bullwinkel

Düsseldorfs kühle Orte

Eine Übersicht über Düsseldorfs kühle Orte für heiße Sommertage und die Standorte der Trinkbrunnen bietet die Karte der kühlen Orte unter www.duesseldorf.de/kuehle-orte.

Die „Kühlbox“ der Stadtwerke gehört zum Hitzeschutzkonzept

Die von den Stadtwerken entwickelte „Kühlbox“ ist weniger empfindlich und langfristig ist geplant, weitere Exemplare zu produzieren und an verschiedenen Stellen in der Stadt einzusetzen. Allerdings ist das Konzept noch nicht ausgereift. „Aufgrund der Notwendigkeit von infrastrukturellen Voraussetzungen, hygienischen Anforderungen und rechtlich-vertraglichen Vereinbarungen ist ein ausgeweiteter Einsatz von Brumisateuren an festen öffentlichen Plätzen sehr komplex und nicht kurzfristig umsetzbar“, teilt die Stadtverwaltung mit. Man plane aber weiterhin, diese Form der Abkühlung im öffentlichen Raum im Rahmen des Hitzeschutzkonzeptes umzusetzen.

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Zur Hitzevorsorge gehöre aber viel mehr als der Wassernebel. Ein zentraler Baustein sei vor allem die Ausweitung von schattigen Plätzen – dafür sorge das Stadtbaumkonzept, das kontinuierlich fortgeführt werde. Außerdem stellen Stadt und Stadtwerke an 31 Trinkbrunnen im Stadtgebiet kostenlos Wasser zur Verfügung. Das Trinkbrunnennetz werde weiter ausgebaut. „Perspektivisch sind rund 60 Standorte im gesamten Stadtgebiet vorgesehen.“