Tausende werden dieses Himmelsphänomen am Freitagabend gesehen haben: Gleich zu Beginn des Drohnenspektakels, als Düsseldorfer Motive am Himmel über der Rheinkirmes erschienen, stahl ein helles Licht den bunten Bildern die Show. Etwa gegen 22.25 Uhr war zunächst ein glühendes Licht und dann ein langer Schweif vielleicht 30 Sekunden lang zu sehen. Was war das?

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Meteorit über Düsseldorf: Ist hier ein Satellit von Elon Musk verglüht?

Die Experten des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt, die gemeinsam mit der Bundeswehr das Weltraumlagezentrum in Uedem betreiben, können diese Frage am Samstagmorgen noch nicht beantworten. „Ich habe die halbe Nacht telefoniert, aber ich weiß es nicht“, sagt Sprecher Andreas Schütz auf Anfrage unserer Redaktion am Telefon. Er habe noch keine Bilder und kenne auch die Flugrichtung nicht. Die einzige Information, die er zu diesem Zeitpunkt hat, ist ein möglicher Eintritt eines Objekts aus dem Weltraum, vermutlich über der Nordsee.

Experten in den Niederlanden haben eine Erklärung

Nicht nur am Himmel über Düsseldorf war das verglühende Teil zu sehen. Im Internet stößt man zum Beispiel auf Meldungen aus Westfalen und Norddeutschland, und auch die niederländischen Nachbarn haben das Schauspiel beobachtet. Hier kursiert auch bereits eine Erklärung.

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Das Nachrichtenportal „NOS.nl“ berichtet, dass gegen 22.30 Uhr ein Feuerball über Städten wie Amsterdam, Utrecht, Almere, Dronten und Arnheim zu sehen war. Zitiert wird in dem Artikel ein Wissenschaftler der niederländischen Universität Delft. Der Satellitenexperte Marco Langbroek meint, dass es sich bei dem leuchtenden Objekt um „Starlink 1541“ handeln könnte, einen Satelliten von Elon Musk. Dieser sei in die Atmosphäre über England eingetreten und dann verbrannt. Das geschehe meist in Höhen zwischen 90 und 50 Kilometern.

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Der Experte selbst, so berichtet er im Interview mit dem niederländischen Nachrichtenportal, hat das verglühende Objekt an Bord eines Segelschiffs bei der Insel Texel gesehen. Der Wiedereintritt des ausgedienten SpaceX-Satelliten in die Erdatmosphäre sei für diese Nacht angekündigt gewesen. Nur den exakten Zeitpunkt habe man nicht gewusst.

Ob der auch über Düsseldorf als Schweif zu sehende mutmaßliche Satellit komplett verglüht ist, das können die niederländischen Wissenschaftler bisher nicht mit Sicherheit sagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er vollständig verbrannt ist, sei groß. Aber es gebe auch noch die Möglichkeit, dass Überreste gefunden werden. Als mögliche Orte, wo Teile des Weltraumschrotts vom Himmel gefallen sein könnten, werden Deutschland oder Osteuropa genannt.