Der Dortmunder Lottomillionär Chico war mal wieder in Düsseldorf unterwegs. Diesmal meldete sich der Mann, der eigentlich Kürsat Yildirim heißt und vor vier Jahren fast zehn Millionen im Lotto gewann, bei seinen mehr als 800.000 Followern auf Instagram mit einem Video von der Kö. Chico braucht nämlich Hilfe: „Ich suche ein Ladenlokal“, sagt er, während er in Jeans und schwarzem T-Shirt vor der schicken Fassade des Kaufhauses „Sevens“ steht. Hier, auf der schönen Seite der Königsallee, möchte er einen Laden aufmachen. Aber die Makler, die er engagiert hat, hätten schlechte Arbeit geleistet. „Das ist eine Luftblase, mehr fällt mir dazu grade nicht ein.“

Videodreh mit Chico in Dortmund
Lottomillionär Chico mag schnelle Autos und fährt mit diesen auch gerne mal auf der Düsseldorfer Kö vor. © Funke Medien NRW | Lisa Goedert

Schon seit einem halben Jahr, so beklagt sich Chico, sei er auf der Suche nach einem Geschäft auf der Düsseldorfer Prachtmeile. „Ich suche und suche.“ 40 bis 80 Quadratmeter benötige er und, das betont er extra: „Dieses Ladenlokal soll ein Schaufenster haben.“ Was es dort in seinem Geschäft demnächst zu sehen geben könnte, falls er denn einen Standort findet, das verrät er nicht. Nur so viel: „Ich habe eine coole Idee.“ Er wisse, dass es sehr, sehr schwierig sei, auf dem Abschnitt der Kö, wo auch Cartier und Sevens sind, etwas zu finden. Aber nun zählt er offenbar auf seine Gefolgschaft: „Bitte meldet euch.“

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Bereits 2024 hatte Kürsat Yildirim angekündigt, dass er seinen Firmensitz von Monheim, das er als „Steuerparadies“ bezeichnete, nach Düsseldorf an die Königsallee verlegen möchte. Damals ging es allerdings nicht um einen Laden, sondern um ein Büro. Langfristig, so hatte Chico angekündigt, wolle er im „Kö-Tower“ residieren, mindestens in der zehnten Etage.

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Lottomillionär Chico spricht über seine Kokain- und Spielsucht

Das Leben des Dortmunders verlief, man kann es sich denken, nicht immer so schillernd wie als Lottomillionär. Seit er 2022 mit 42 Jahren den Jackpot knackte, hat er seine Geschichte vielen Menschen erzählt und auch über seine Kokain- und Spielsucht gesprochen. Im November 2024 berichtete die WAZ über seinen Besuch in einer Klinik für Suchtkranke, wo er mit dem Ferrari vorfuhr, um öffentlichkeitswirksam über seinen eigenen sechsmonatigen Aufenthalt in dieser Einrichtung zu sprechen und anderen Betroffenen Mut zu machen.

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„Ich war so krank, als ich hier war“, hatte er bei dieser emotionalen Reise in die Vergangenheit schluchzend gesagt. Und auch gezeigt, dass ihm die Gefahr eines solchen Lottogewinns bewusst sei: „Jetzt habe ich Geld. Geld ist was ganz Gefährliches.“ Halt, so berichtete Chico damals in einem Video auf Youtube, gebe ihm seine Popularität – schließlich sei er für viele ein Vorbild, was wiederum bedeute, dass er sich nicht danebenbenehmen dürfe.

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Im Instagram-Reel von der Düsseldorfer Kö wirkt er jedenfalls ganz aufgeräumt und voller Tatendrang. Mit Luftküssen und dem Satz „Ich hab euch lieb“ verabschiedet er sich von seinen Followern und schickt noch ein entschlossenes „Ich möchte nach Düsseldorf“ hinterher.