Seit Monaten steht Peter Klinkhammers (69) Abschied als Wirt des „Dä Spiegel“ auf der Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt fest. Schon Ende März endete der Pachtvertrag. Doch der Betrieb ging übergangsweise weiter, weil Kaufinteressenten des Gebäudes gerne auch einen „Spiegel“ im Laden betreiben wollten. Mittlerweile ist das Haus verkauft und am 1. August ist nun wirklich der letzte Tag für das Kultlokal, zumindest in seiner bisherigen Form. An den beiden Tagen darauf können sich (nicht nur) Stammgäste ein Stück davon mitnehmen.
Düsseldorfer Altstadt-Kneipe: Inventar-Verkauf im „Dä Spiegel“ ab Sonntag
Denn das ganze Inventar des Ladens wird verkauft. „Ich muss das Lokal leer machen“, sagt Klinkhammer. Der Käufer des Hauses ist der bekannte Altstadtwirt Primo Lopez. Und der will zwar, nach einer Sanierung, auch in Zukunft eine traditionelle Kneipe in den Räumlichkeiten betreiben, die bisherige Einrichtung kommt aber nicht mit. Dass er ihm die alten Sachen aus dem Inventar nicht abgekauft habe, wundert Klinkhammer. So kommen nun alle anderen zum Zug.
Am Sonntag und Montag, 2. und 3. August, können Tische und Stühle, aber genauso die Kaffeemaschine, Kühlhäuser, Schankanlage oder Musikanlage aus dem „Dä Spiegel“ gekauft werden. Auch die Theke, die noch das Original aus der Zeit der Spiegel-Gründerin Marianne Kurz ist, steht zum Verkauf. „Stammgäste haben sich schon acht Hocker reserviert, der Rest ist noch zu haben“, sagt Klinkhammer. Er selbst nimmt sich ein besonderes Memento aus der Anfangszeit des Spiegels mit.
Klinkhammer nimmt besonderes Andenken mit
Ein Bild, das Marianne Kurz als französische Revolutionsheldin zeigt, in Anlehnung an das berühmte Gemälde „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix. „Sie hatte eine Vorliebe für Frankreich“, erinnert sich Klinkhammer. Die anderen Gemälde im Laden stehen übrigens zum Verkauf. Am Sonntag können Interessenten von 10 bis 13 Uhr, und am folgenden Montag ab 13 Uhr bis etwa 16 Uhr vorbeikommen. Auch Peter Klinkhammer selbst wird dann nochmal im Laden sein.
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Fürs Erste ist das wohl auch die letzte Möglichkeit, die Räume nochmal von innen zu sehen: Laut Primo Lopez wird der Laden an der Bolkerstraße während der Sanierung, zu der auch der Brandschutz gehört, für sechs bis acht Monate geschlossen sein. Danach kann das Lokal übrigens auch weiterhin „Dä Spiegel“ heißen: Die Namensrechte gehören dem Hauseigentümer. Der bisherige Wirt ist sich allerdings sicher: „Was auch immer er macht, es wird was völlig anderes sein, als der Spiegel war“, sagt Klinkhammer. „Ob das besser ist, kann ich nicht beurteilen, das muss man sich anschauen.“


