Der Padel-Boom in Düsseldorf schreitet weiter voran. Neue Plätze sprießen aus dem Boden wie Krokusse zum Frühlingsstart. Der neueste Ableger: eine Outdoor-Anlage an einer der turbulentesten Kreuzungen Düsseldorfs, direkt am Mörsenbroicher Ei, im Schatten des bekannten Arag-Hochhauses. Trotz immer neuer Anlagen glaubt deren Betreiber Timo Skrzypski allerdings, dass der Markt noch längst nicht gesättigt ist.

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Vier Plätze hat er, der Geschäftsführer von Flash Fields, in der Stadt für einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ bauen lassen. Und er ist nicht der Einzige, der vom Padel-Boom profitieren will. Acht Padel-Standorte zählt Düsseldorf mittlerweile, mehr als doppelt so viele wie noch 2024. Erst kürzlich eröffnete das Hamburger Padel-Unternehmen „Mitte“ zwei Käfig-Tennis-Anlagen in Heerdt und Flingern. Auf dem Sportplatz von Turu Düsseldorf in Oberbilk entsteht währenddessen eine weitere Outdoor-Anlage des Trendsports mit zehn Plätzen. Auch Padel-Fachgeschäfte gibt es mittlerweile in der NRW-Landeshauptstadt.

Padel boomt in Düsseldorf: Immer mehr Anlagen entstehen, doch Betreiber sehen noch Potenzial für weitere Plätze – besonders im Freien.
Auf dem Sportplatz von Turu Düsseldorf entstehen derzeit zehn Paddel-Plätze der Firma „Padel City“.© NRZ | Jonas Knobel

Ursprünglich stammt der Padel-Sport aus Mexiko, am beliebtesten ist er mittlerweile jedoch in Spanien, Brasilien und Argentinien. Von dort aus entwickelte sich der Sport zu einer globalen Trendsportart - auch in Deutschland.

Padel-Boom in Düsseldorf: Kurzfristig findet man nach Feierabend keine Plätze

In Düsseldorf sind deshalb kurzfristig oft keine Plätze verfügbar. Zu den Stoßzeiten nach Feierabend müsse man eigentlich immer mehrere Tage im Voraus buchen. Für Skrzypski zeige das, dass der Markt für neue Anlagen noch lange nicht gesättigt sei, besonders bei Outdoor-Anlagen. Auf seinen Plätzen in Düsseltal liege die Auslastung am Wochenende bisher bei 80 bis 85 Prozent, unter der Woche bei 40 bis 45 Prozent, abhängig vom Wetter. 

Besonders für Outdoor-Anlagen sei in Düsseldorf noch Potenzial nach oben, meint er. Neben der Flash-Fields-Anlage gibt es in Düsseldorf bislang nur die „Padel Arena“ in Lichtenbroich und die Plätze des Lohausener Tennisvereins TG Nord unter freiem Himmel (ausgeschlossen sind Plätze, die nur mit einer Mitgliedschaft im Tennisverein nutzbar sind). Auf dem Sportplatz von Turu Düsseldorf baut die Firma „Padel City“ aktuell zehn weitere Plätze in zentraler Lage.

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Eine Padel-Anlage zu betreiben, scheint bei Skrzypskis Erklärungen zunächst ähnlich unkompliziert wie der Sport selbst. Drei Monate habe der Bau der vier Doppelcourts samt Chill-Area gedauert, sagt er. Mitarbeiter brauche es dafür nicht: „Im Prinzip läuft alles automatisch, lediglich unter der Woche in der Hauptsaison ist ein Mitarbeiter vor Ort.“ Die Plätze würde man online buchen. Zugang erhält man mittels eines QR-Codes. Vor Ort lassen sich dann auch noch Schläger und Getränke aus einem Automaten ausleihen.

Heerdt, Flingern, Düsseltal: So teuer ist Paddel-Spielen in den Düsseldorfer Stadtteilen

Die Preise für Skrzypskis Käfig-Tennis-Plätze liegen in den Stoßzeiten von 16 bis 22 Uhr sowie am gesamten Wochenende bei 36 Euro und zwischen 7 und 16 Uhr werktags bei 24 Euro. Im Winter soll die stündliche Miete dann noch einmal sinken. Bei der Konkurrenz sehen die Preise ähnlich aus. In der Padel Arena auf der Tennissportanlage des TC Kartause zahlen Nicht-Mitglieder zur Stoßzeit von 16.30 Uhr bis 0 Uhr zehn Euro pro Person und Stunde. Auf den beiden Anlagen des Hamburger Padel-Platz-Betreibers „Mitte“ kostet eine Stunde ab 16 Uhr 40 Euro für die gesamte Anlage.

So wird Padel gespielt

Padel wird fast immer im Doppel (2 gegen 2) auf einem 20 × 10 Meter großen, von Glas- und Gitterwänden umgebenen Court gespielt. Ein Punkt startet mit einem Aufschlag von unten (unter Hüfthöhe), der diagonal ins gegnerische Feld gespielt werden muss. Die Zählung ist wie beim Tennis (15, 30, 40).

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Padel erlebt in Deutschland seit längerer Zeit einen groben Boom - auch in Düsseldorf.© FUNKE Foto Services | Oleksandr Voskresenskyi

Padel-Anlagen Betreiber erklärt: Dass macht den Sport so beliebt

Den Boom erklärt sich Skrzypski so: „Die Einstiegshürde ist klein, die Regeln sind unkompliziert, die Grundschläge schnell erlernt und die physischen Anforderungen überschaubar.“ Auch brauche man wie bei klassischen Tennisvereinen keine Jahresmitgliedschaft, um zu spielen.

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Wer niemanden im eigenen Umfeld kennt, der mit einem spielen will, kann über sogenannte „Open Matches“ auf den Buchungsplattformen Mitspieler finden. Generell sei bei Padel der Community-Gedanke sehr hoch, erklärt Skrzypski: „Man spielt mehr miteinander als gegeneinander, man versucht nicht zwingend, mit der ersten Chance den Punkt zu machen, sondern spielt auch mal einen hohen Ball zurück.“ Gerade in Düsseldorf sei die Padel-Community sehr international, für viele ausländsiche Zugezogene biete der Sport deshalb eine gute Möglichkeit Anschluss zu finden“, erklärt er.