Eltern und der Bürgerverein Mörsenbroich 1928 haben es schon lange gefordert: Tempo 30 auf dem viel befahrenen Mörsenbroicher Weg. Der Grund: Nicht selten ist es hier zu gefährlichen Situationen gekommen – für viele Kinder ist die Straße der Schulweg. Am Mörsenbroicher Weg liegen die Gemeinschaftsgrundschule Max-Halbe-Straße und die St.-Franziskus-Schule.

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Nun, pünktlich zum Start des neuen Schuljahres am 1. September, hat die Stadt auf einem rund 600 Meter langen Abschnitt des Mörsenbroicher Weges zwischen dem Mörsenbroicher Ei und der Einmündung Max-Halbe-Straße und der dortigen Bushaltestelle die Geschwindigkeit von Tempo 50 auf 30 km/h reduziert. Die neue Höchstgeschwindigkeit gilt montags bis freitags und von 7 bis 16 Uhr. Außerhalb dieses Zeitraums bleiben 50 km/h erlaubt.

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Damit wurde ein Beschluss des Ordnungs- und Verkehrsausschusses umgesetzt. Die entsprechende Beschilderung wurde jetzt installiert. An einigen Stellen wurden zunächst provisorische Verkehrszeichen aufgestellt. Weitere Schilder werden noch ergänzt – eine Lieferung stehe noch aus, teilt die Stadt mit.

Eltern und Bürgerverein sammelten Unterschriften für Tempo 30 in Mörsenbroich

Zum Hintergrund: 2024 hatten sich die Schulpflegschaft der St. Franziskus-Grundschule und der Bürgerverein Mörsenbroich zusammengetan, um gegen die gefährliche Verkehrssituation auf dem Mörsenbroicher Weg vorzugehen. Auslöser war ein Beinahe-Unfall, bei dem drei Kinder im Grundschulalter verletzt worden wären, hätten Eltern sie nicht in allerletzter Sekunde von der Fahrbahn gezogen.

Immer wieder seien Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit über den Mörsenbroicher Weg gebrettert, hätten die Bedarfsampel ignoriert – selbst wenn sie Rot gezeigt habe. Viele Eltern haben ihre Kinder gar nicht mehr alleine zu Fuß zur Schule gehen lassen. Gemeinsam sammelten die Schulpflegschaften der Grundschulen und Kindergärten Unterschriften für die Errichtung einer Tempo‑30‑Zone.

Mit Erfolg, wie sich nun zeigt: Ende April 2026 hat das Amt für Verkehrsmanagement geprüft, ob der Straßenabschnitt die Voraussetzungen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung als hochfrequentierter Schulweg erfüllt. Dafür wurden unter anderem der Fuß- und Radverkehr, das Verkehrsverhalten sowie die Querungen entlang des Mörsenbroicher Wegs untersucht.

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Das Ergebnis: Der Straßenabschnitt bündelt die wesentlichen Schulwege zu den beiden Grundschulen und kann damit als hochfrequentierter Schulweg eingestuft werden. Gleichzeitig wurden zahlreiche Querungen außerhalb der signalisierten Querungsmöglichkeiten festgestellt – insbesondere an der Bushaltestelle Max-Halbe-Straße und der Einmündung Herchenbachstraße.

Seit 2025 ist es gesetzlich möglich, die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften auch entlang hochfrequentierter Schulwege in der Regel auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Voraussetzung ist, dass der betreffende Straßenabschnitt eine wichtige Bündelungsfunktion für die Wege zwischen Wohngebieten und Schulen hat. Genau das wurde für den Mörsenbroicher Weg durch die Verkehrserhebung bestätigt.

Mörsenbroicher Weg Düsseldorf
Ab der Ecke Mörsenbroicher Weg/Thomas-Mann-Straße in Richtung Mörsenbroicher Ei gilt schon seit einigen Monaten Tempo 30.© NRZ | Jasmin Ohneszeit

Vor der Kita St. Franziskus-Xaverius gilt bereits seit März 2026 streckenbezogen Tempo 30. Die rund 150 Meter lange Geschwindigkeitsbeschränkung gilt zu den Öffnungszeiten der Einrichtung. Mit der jetzt umgesetzten Maßnahme wird Tempo 30 auf den gesamten für den Schulverkehr relevanten Abschnitt bis zur Max-Halbe-Straße ausgeweitet.