„Beim zweiten Mal ist es Tradition und beim dritten Mal wird es Brauchtum.“ Diese Volksweisheit wurde am Dienstagvormittag (8. September) im Festzelt des Düsseldorfer Oktoberfestes gleich mehrfach ins Spiel gebracht. Kurz vor Beginn der zweiten Oktoberfest-Ausgabe luden die Veranstaltenden rund um Alexander Binevitch ins Festzelt, um nicht nur auf das kommende Event zu blicken, sondern auch, um die Neuheiten für 2026 vorzustellen.

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Für Binevitch und sein Team ist noch einiges zu tun. Auch wenn Festzelt und Bühne stehen, die Biertische und -bänke schon aufgebaut wurden und bereits 18 000 Liter Bier gekühlt vor Ort sind – etwas mehr als die Hälfte von dem, was die rund 12.000 Besuchenden im vergangenen Jahr in ihre Maß gefüllt haben. Für 2026 peilen die Veranstalter 14.000 Oktoberfest-Fans an, die nach Eller kommen sollen.

Düsseldorfer Oktoberfest 2026: Das ändert sich in der zweiten Ausgabe des Festes

Und das, obwohl die Laufzeit des Volksfestes im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde. Zwei der Donnerstage und die Sonntage fallen weg. „Damit wollen wir auch die Anwohnenden schonen“, erklärt Binevitch. Der Schützenplatz liege ja in der Nähe einiger Wohngebiete. So sind es in diesem Jahr insgesamt sieben Tage zwischen dem 10. und dem 26. September, an denen das „größte Oktoberfest am Rhein“ wieder im Düsseldorfer Süden stattfindet.

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Während es faktisch weniger Festtage gibt, wurde das Programm „aufgestockt“, so der Oktoberfest-Chef. „Im Vorjahr hatten wir immer täglich die Band Waidler Power und unseren Malle-Live-Act am Abend“, so Binevitch. Mit Letzteren meint er etwa Mickie Krause, der auch in diesem Jahr wieder zur großen Eröffnungsfeier am Freitag (11. September) auf der Bühne stehen wird. An den Samstagen ergänzt man das Bühnenprogramm in diesem Jahr daher um einen zweiten Auftritt. Hier stehen Musiker bereits um 17 Uhr auf der Bühne, bevor dann am Abend gegen 20 Uhr der Haupt-Act auftritt.

Aber auch für alle, die es lieber etwas traditionell-bayerischer hätten, gibt es eine Neuerung in Form der Musikgruppe „Rahels Musi“ aus Bochum. Gründerin Rahel Glebe lebte selbst für einige Jahre in Bayern. Sie und ihre Musikanten spielen etwa zur Eröffnung des Essener Hofbrauhauses und im Hofbräuhaus München. „Wir spielen traditionelle Blasmusik, Polka und Walzer“, erklärt Glebe, die selbst Klarinettistin ist. Auf dem Düsseldorfer Oktoberfest sei geplant, dass man die Besuchenden mit traditioneller Musik begrüße und dann bei gutem Wetter zum Beispiel im Biergarten spiele.

Ebendieser wurde in diesem Jahr sogar vergrößert. „Letztes Jahr waren wir von dem Andrang da ehrlich gesagt überrascht“, gibt Alexander Binevitch zu. Man habe spontan versucht, mit einem zusätzlichen Bierwagen Abhilfe zu schaffen, in diesem Jahr sei sein Team von Anfang an auf mehr Betrieb vorbereitet. „Es ist bei jedem neuen Event von Jahr zu Jahr ein Lernprozess“, so seine Erkenntnis. Daher habe man auch die Deko leicht abgeändert und die Serviceabläufe neu abgestimmt. Auch die Schließfächer, die im vergangenen Jahr nicht gut angenommen wurden, sind in diesem Jahr einer klassischen Garderobe gewichen. Daneben habe man Theken anders aufgeteilt, sodass auch hier unnötig lange Wartezeiten vermieden werden sollen.

Oktoberfest Düsseldorf
Der Biergarten des Düsseldorfer Oktoberfestes wurde in diesem Jahr vergrößert.© NRZ | Lucas Gangluff

Wann startet das Düsseldorfer Oktoberfest 2026 und wie sind die Öffnungszeiten?

Das Düsseldorfer Oktoberfest findet an drei Wochenenden im September statt. Start ist Donnerstag, der 10. September, mit anschließendem Programm mit der offiziellen Eröffnung am Freitag (11. September) und Samstag (12. September). In den folgenden Wochen öffnet das Festzelt immer am Freitag und Samstag seine Tore – also am 18. und 19. September und am 25. und 26. September. Das Oktoberfest hat am Pre-Opening donnerstags und an den Freitagen ab 16 Uhr geöffnet, samstags geht es bereits ab 14 Uhr los. Musik läuft am 10. September bis 22 Uhr und an den übrigen Oktoberfesttagen bis 23 Uhr. Nach Ende der Musik gehen die Veranstalter davon aus, dass innerhalb der nächsten Stunde zugemacht wird.

Düsseldorfer Oktoberfest 2026: Was wird Besuchern alles geboten?

Beim Düsseldorfer Oktoberfest spielt sich alles im und rund um das Festzelt auf der Schützenwiese Eller ab. Dieses bietet rund 2500 Oktoberfest-Fans Platz. Jeden Tag gibt es ein Bühnenprogramm. Mit dabei ist immer die bayerische Band Waidler Power. Daneben treten Größen und Newcomer der Schlager- und Ballermann-Musik auf. Angrenzend gibt es einen Biergarten.

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Musikprogramm auf dem Düsseldorfer Oktoberfest: zwischen Ballermann und Tradition

Wie schon bei der ersten Ausgabe 2025 liegt der musikalische Schwerpunkt des Bühnenprogramms auf bekannten Namen aus der Schlager- und Ballermann-Party-Musik. So steht am Pre-Opening-Donnerstag (10. September) etwa Ikke Hüftgold mit seiner Verlobten Nina Reh auf der Bühne in Eller. Daneben tritt in den kommenden Tagen aber auch Sängerin und Moderatorin Frenzy auf, die 2018 ihren Durchbruch mit dem Lied „Jung blöd besoffen“ hatte und mit „Wir sind Wir“ den ersten Platz der Schlager-Charts erreichen konnte. Aber auch Lorenz Büffel, der für seinen Party-Song „Johnny Däpp“ bekannt ist, und die selbsternannte Partykönigin Deutschlands, Mia Julia, sind mit von der Partie. Zur großen Eröffnungsfeier am Freitag (11. September) wird daneben auch Mickie Krause nach Düsseldorf kommen.

Das Oktoberfest-Programm 2026 im Überblick:

  • Donnerstag, 10. September: Ikke Hüftgold, Nina Reh und Waidler Power
  • Freitag, 11. September: Mickie Krause und Waidler Power
  • Samstag, 12. September: Lorenz Büffel, der Almklausi und Waidler Power
  • Freitag, 18. September: Frenzy und Waidler Power
  • Samstag, 19. September: Marc Eggers, Malle Anja und Waidler Power
  • Freitag, 25. September: Mia Julia und Waidler Power
  • Samstag, 26. September: Julian Sommer, Killer Michel und Waidler Power

Sind noch Tickets für das Düsseldorfer Oktoberfest 2026 erhältlich?

Noch sind Tickets über die Website des Düsseldorfer Oktoberfestes erhältlich. Jedoch sollte man darauf achten, welchen Tag man im Auge hat. Laut Alexander Binevitch seien die einzelnen Festtage bereits zu gut 80 Prozent ausgebucht. „Einzige Ausnahme hier ist der letzte Samstag, da haben wir nur noch vereinzelte VIP-Plätze übrig“, so der Veranstalter. Generell ist der Eintrittspreis in Kategorien gestaffelt. Freitags und samstags liegen die Sitzplatz-Tickets in einer Preisspanne zwischen 29,90 und 44,90 Euro. VIP-Plätze kosten 79 bzw. 89 Euro. Oder als Tisch für acht Personen 632 bzw. 712 Euro inklusive Brotzeitplatte und einem Maß Bier pro Person.

Oktoberfest Düsseldorf
Ein Blick ins Festzelt: Die Veranstalter rechnen mit insgesamt 14.000 Besuchern beim diesjährigen Düsseldorfer Oktoberfest.© NRZ | Lucas Gangluff

Wer mal reinschnuppern möchte, für den bietet sich vielleicht der 10. September mit dem Pre-Opening an. Aufgrund des eine Stunde kürzeren Programms sind die Tickets hier deutlich günstiger. Zwischen 11,90 und 19,90 Euro kostet der Eintritt am ersten Tag des Oktoberfestes. Der Preis für VIP-Tickets ändert sich allerdings nicht. Für Kurzentschlossene gibt es außerdem sogenannte Lauf- oder Stehplatzkarten, die keinen Anspruch auf einen Sitzplatz garantieren. Diese kosten 19,90 Euro an Freitagen und Samstagen und acht Euro beim Pre-Opening. Eine Abendkasse soll es im begrenzten Rahmen auch geben.

Vorverkauf für 2027

Bereits jetzt steht der Termin für 2027: Im nächsten Jahr findet die Gaudi vom 16. bis zum 25. September statt. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Und als Frühbucherangebot gibt es bis zum 30. September 27 Prozent Rabatt. Weitere Infos und Tickets gibt es online unter: www.das-duesseldorfer-oktoberfest.de.

Bayerisch feiern in Düsseldorf: Gibt es einen Dresscode auf dem Oktoberfest?

Lederhose und Dirndl sind laut den Veranstaltenden keine Pflicht. Wer jedoch in T-Shirt und Jeans kommt, wird wohl wie auch im vergangenen Jahr eher herausstechen, so Alexander Binevitch. „Da kam die überwiegende Mehrheit in Tracht oder zumindest passend für das Oktoberfest gekleidet“, erinnert er sich. Daher ist das Tragen von Tracht ausdrücklich erwünscht.

Düsseldorfer Oktoberfest: Was gibt es an Speisen und Getränken und was kosten diese?

Kulinarisch wird es typisch bayerisch: Das Angebot reicht von der Brotzeit für vier Personen für 60 Euro über Nürnberger Rostbratwürste mit Sauerkraut und Kartoffelpüree (10,50 Euro) bis zur Currywurst (6,50 Euro). Den Klassiker, Hendl mit Pommes, gibt es für 18,50 Euro, Schweinshaxe mit Kartoffelpüree für 21,50 Euro. Generell sind viele der Gerichte ein bis zwei Euro teurer als noch 2025. Vegetarische Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat kosten 12 Euro und sind damit im Gegensatz zu den meisten anderen Gerichten sogar etwas günstiger als im Vorjahr.

Die Maß Bier (Oberdorfer Hell) kostet 14,50 Euro und hält damit den Preis von 2025. „Da wir in Düsseldorf sind, muss es natürlich auch Alt geben“, sagt Binevitch. Auf der Karte ist Schlösser Alt zu finden. Allerdings wird das Lokalgetränk nur im 10-Liter-Stichfass angeboten. Kostenpunkt: 145 Euro.

Wasser, Cola und Limo (0,5 Liter) kosten 6,50 Euro. Weiß- oder Roséweinschorle (0,5 Liter) gibt es für 9,50 Euro. Den halben Liter Aperol Spritz, Lillet Wildberry oder Longdrinks, wie Rum-Cola und Tequila Sunrise gibt es für je 15 Euro. Die Flasche Prosecco kostet 27 Euro. Der Champagner liegt zwischen 129 und 329 Euro pro Flasche.

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Düsseldorfer Oktoberfest: Was ist bei der Anreise zu beachten?

Das Düsseldorfer Oktoberfest findet auf dem Schützenplatz des St. Sebastianus Schützenvereins (Heidelberger Straße 4) in Eller statt. Das gesamte Veranstaltungsgelände ist barrierefrei.

In unmittelbarer Nähe finden sich neben den S-Bahnhaltestellen Eller-Süd und Eller-Mitte, auch die Haltestelle Bernburger Straße, an der mehrere Buslinien abfahren. Daneben liegt auch der U-Bahnhof Vennhauser Allee in direkter Nachbarschaft. Mit dem Auto ist das Gelände von der A3, der A46 und der A59 gut erreichbar. Parken können Besucherinnen und Besucher auf der Schützenwiese aber nicht. Eine begrenzte Anzahl an Parkflächen steht entlang der Heidelberger Straße zur Verfügung.