Viele Projekte zum Aus- oder Neubau von Autobahnen und Bundesstraßen drohen sich zu verzögern. Der Grund: Das Bundesverkehrsministerium hat mitgeteilt, dass für Bundesfernstraßen im Zeitraum 2026 bis 2029 ein Defizit von rund 15 Milliarden Euro erwartet wird. Ob die aktuelle Entwicklung auch Auswirkungen auf den im Dezember 2022 gestarteten, großen Um- und Ausbau des Kreuzes Kaiserberg in Duisburg hat, kann die Autobahn GmbH auf Nachfrage der Redaktion noch nicht sagen.

Täglich (außer Samstag)

Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Die Frage der Finanzierbarkeit von Projekten ist abhängig von den Ergebnissen der parlamentarischen Beratungen zum Bundeshaushalt 2026 und der weiteren Finanzplanung“, teilte ein Sprecher mit.

Kreuz Kaiserberg: Um- und Ausbau soll bisher 2031 abgeschlossen sein

Die Modernisierung des stauanfälligen „Spaghetti-Knotens“ soll bisher 2030/31 abgeschlossen sein. Bis dahin sollen alle Strecken, Brücken und Rampen erneuert werden und die A3 sowie die A40 im Autobahnkreuz jeweils pro Fahrtrichtung einen zusätzlichen Fahrstreifen für den sechsspurigen Ausbau hinzubekommen.

Auch interessant

Nun verfügt die Redaktion über eine interne Rotstift-Liste mit allein knapp 30 Maßnahmen im NRW-Autobahnnetz, für die bereits ein bestandskräftiges Baurecht vorliegt oder bis 2029 erwartet wird. Eine Baufreigabe könne durch die Finanzprobleme in Berlin hier nicht erteilt werden, heißt es.

Auf dieser Liste steht zumindest auch der A40-Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Kaiserberg und Mülheim-Dümpten, der sechsspurig ausgebaut werden soll. Außerdem wird der A3-Abschnitt zwischen dem Kreuz Kaiserberg (A40) und Oberhausen-West (A42) aufgeführt, der auf acht Fahrspuren erweitert werden sollte.