Der Weihnachtsmarkt in Duisburg ist eröffnet: Seit Donnerstag lockt der Budenzauber in die Innenstadt. Und kaum einer ist länger: 45 Tage werden die knapp 100 Hütten an der Königstraße stehen. Veranstalter Duisburg Kontor spricht deshalb vom längsten Großstadt-Weihnachtsmarkt in NRW. Was zum Start auffällt.

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„Ich wünsche uns einen schönen und friedlichen Weihnachtsmarkt“, sagt Oberbürgermeister Sören Link bei der Eröffnungsfeier an der Eislaufbahn am Kuhtor. Für mehr Sicherheit soll deshalb der Rat der Stadt am Montag eine Videobeobachtung beschließen. Ziel sei es, dass sich Gäste und Schausteller über die bereits bestehenden Sicherheitskonzepte hinaus sicherer fühlen.
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Um 17.50 Uhr wird dann der zehn Meter hohe Weihnachtsbaum erleuchtet und der Weihnachtsmarkt damit offiziell eröffnet. Um diese Uhrzeit sind der gesamte Markt und vor allem die großen Glühweinbuden bei milden Temperaturen sehr gut besucht.

18 Grad hatte das Thermometer am Mittag noch angezeigt. Der Weihnachtsmarkt passt zur Stimmung einer Jahreszeit, die irgendwie aus dem Takt geraten ist. Lichterketten und geschmückte Tannen sorgen trotzdem dafür, dass an der Königstraße zumindest alles nach Weihnachten aussieht.
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Die Besucher scheinen sich so oder so nicht vom Wetter beirren zu lassen: „Wir haben schon Glühwein verkauft – aber auch kalten Wein“, sagt Sandra Issel rund eineinhalb Stunden nach dem Start des Weihnachtsmarkts. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Tino Reminder betreibt sie die neue Glühweinhütte „Winterbar“ am Lifesaver-Brunnen. Die ehemalige Schwarzbrennerei des verstorbenen Schaustellers Ralf Reminder hat ein komplett neues Konzept bekommen.
„Glüh dich glücklich“: Neue Glühweinhütte in Duisburg spricht junges Publikum an
„Glüh dich glücklich Duisburg“ steht an der Winterbar-Hütte. Wem das bekannt vorkommt: Unter dem Slogan veranstaltet Mike Naseband an den Kasematten der Düsseldorfer Rheinterrassen regelmäßig sehr beliebte Partys – mit Glühwein und elektronischer Tanzmusik. Sandra Issel und Tino Reminder bringen das Konzept und die Musik jetzt täglich auf den Duisburger Weihnachtsmarkt. „Wir wollten was für jüngere Leute anbieten“, sagt Sandra Issel, auch wenn natürlich jeder an der Winterbar willkommen ist.

Ein paar Meter entfernt duftet es nach Anis und verschiedensten Kräutern. Im vergangenen Jahr hat der Stand von „Wilhelm Müller Bonbons“ auf dem Weihnachtsmarkt gefehlt, jetzt ist das Duisburger Traditionsunternehmen zurück. „Die Bonbons werden in Rheinhausen hergestellt“, sagt Mitarbeiterin Ramona Budke. Und das ganz nach alter Tradition der Bonbonkocher. In kleinen Säcken warten auf dem Weihnachtsmarkt Honig-, Himbeer- und Glühweinbonbons, die ganze Müller-Palette umfasst mehr als 50 Produkte. „Unsere Lakritzbonbons sind sehr beliebt“, sagt Budke.
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Weihnachtsmarkt in Duisburg jetzt mit einer Eisstockbahn am Kuhtor
Während die ersten Pastillen verkauft werden, ist die neue Eislaufbahn aus Kunststoff zur Mittagszeit noch nicht eröffnet. Knapp unter 100.000 Euro hat Duisburg Kontor in die Alternative investiert.

Erst am Abend und mit der offiziellen Eröffnung wird auch die neue Eisstockbahn am Kuhtor in Betrieb genommen. Was trotzdem schon mittags auffällt: Mit Tannen und Kugeln geschmückt und von Rindenmulch umgeben, präsentiert sich der Bereich wirklich stimmungsvoll. Am Abend bewegt sich als Special Act für die Eröffnung eine Balletttänzerin in einer aufblasbaren, riesigen Schneekugel und zieht viele Blicke auf sich.

Die neue Bühne, nur wenige Meter entfernt, fällt hingegen eher klein aus – verspricht aber mit 170 Programmpunkten viel. Duisburg Kontor setzt hier auch sichtbar auf weihnachtliche Atmosphäre: Mit Holz verkleidet, einem kleinen Deko-Kamin und einem Sessel erinnert die Bühne an ein heimeliges Wohnzimmer. Vor der Bühne warten Strohballen. Ein Kinderprogramm, etwa der Besuch des Nikolaus oder Märchenerzählungen, kann man sich hier gut vorstellen.
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Die Stadttochter hatte sich vorgenommen, den Bereich rund um das Kuhtor mit der neuen Eisbahn und Eisstockbahn attraktiver zu gestalten. Optisch ist das gelungen, in den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob dieser Bereich von den Besuchern angenommen wird. Die Planungen für das Areal verliefen aber nicht reibungslos – hinter den Kulissen kam es sogar zu Konflikten mit Schaustellern, doch die Wogen seien nun geglättet.
Riesenrad fährt die Besucher bis auf 35 Meter Höhe
Das Riesenrad setzt an der Steinschen Gasse wie immer den Schlusspunkt des Weihnachtsmarktes. Seit 2019 kommt die Inhaberfamilie Gormanns und Söhne nach Duisburg, damals eigentlich nur als Ersatz. Sie halten dem Weihnachtsmarkt seitdem die Treue, erklärt Robert Gormanns. Durch die imposante Größe fällt das Riesenrad beim Spaziergang über die Königstraße weithin sichtbar ins Auge und ist ein Highlight.

Der Aufbau des 100-Tonnen-Kolosses ging in den vergangenen Tagen fix über die Bühne: Acht Stunden brauchte das Team. Dabei ist jeder Handgriff routiniert: Rund 25 Mal im Jahr bauen sie das Fahrgeschäft auf und wieder ab. Bis zum Ende des Weihnachtsmarkts am 30. Dezember wird es seine Runden drehen. „Eine Fahrt dauert zirka fünf Minuten“, erklärt der Betreiber. Die Gondeln steigen bis zu 35 Meter hoch und ermöglichen einen besonderen Blick über Duisburg.








