Unbekannte haben Ende Oktober eine Betonplatte vom Dach des berüchtigten Problemhauses Ottostraße 58 in Hochheide geworfen (wir berichteten). Eine Mordkommission der Duisburger Polizei geht bei der Suche nach den Tätern nun einen weiteren Schritt. Gleichzeitig werden neue Details bekannt.

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Demnach sollen es drei Personen gewesen sein, die am 21. Oktober um 17.04 Uhr die Platte von dem Hochhaus in die Tiefe warfen. Und die Ermittler konkretisieren nun: Bei dem Wurfgeschoss handelte es sich um eine schwere Gehwegplatte. „Nur durch einen Zufall blieb ein Mann (53), der zu dem Zeitpunkt an dem Mehrfamilienhaus vorbeiging, unverletzt“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

Duisburger Kripo hängt Plakate am Weißen Riesen auf
Am Dienstag haben Kripo-Beamte an dem riesigen Hochhauskomplex Plakate mit einem Zeugenaufruf aufgehängt. Darauf bitten sie eindringlich um Hinweise aus der Bevölkerung. Nach Informationen dieser Redaktion ist es wahrscheinlich, dass die Täter auch aus Hochheide kommen. Nachbarn sprachen kurz nach der Tat von „einer Gruppe Jugendlicher“. Hinweise nehmen die Ermittler unter 0203 28 00 entgegen. Verdächtige Beobachtungen können auch bei der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden.
Die Adresse des Tatorts gehört zum Weißen Riesen an der Ottostraße 58-64, der seit vielen Monaten immer wieder negativ auffällt: durch Vermüllung, Ungeziefer und ein Umfeld, in dem sich viele nicht sicher fühlen. Die DHL und der Lieferdienst Picnic flüchteten bereits aus dem Hochhaus, weil es Übergriffe auf Mitarbeiter gegeben haben soll. Nach einer Razzia-ähnlichen Kontrolle flog außerdem ein massiver Betrug mit Kindergeld auf, der die Behörden noch bis heute beschäftigt.
Der Hochhauskomplex umfasst 320 Wohnungen auf 20 Etagen. Offiziell sind 861 Menschen im Haus gemeldet (Stand: Ende August). Es gehört einer Gemeinschaft aus 120 verschiedenen Eigentümern.





