Historische Schätze hat die Leibniz-Gesamtschule in Duisburg-Hamborn jetzt aus ihren Kellerräumen befördert: Zeugnisse ihrer über 120-jährigen Geschichte konnten jetzt dem Stadtarchiv übergeben und so für die Nachwelt gesichert werden, teilt die Schule mit.

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In zwei Kellerräumen hatte sich über mehr als ein Jahrhundert hinweg allerlei Bewahrenswertes angesammelt: Schulakten aus dem Gründungsjahr 1904, außerdem Lehrpläne, Personalakten, Klassenfotos und Nachkriegsberichte sowie moderne Abiturklausuren.
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Historische Dokumente im Duisburger Schulkeller: Archivare sichteten die Unterlagen
Ein Team des Stadtarchivs sichtete und bewertete die Dokumente. Die ersten 103 Einheiten sind bereits verzeichnet im Stadtarchiv und stehen für die Forschung bereit. Die bislang älteste Einheit ist die Lehrerpersonalakte des Biologen Johannes Tholen aus dem Jahr 1904. „Zu wissen, welche historischen Schätze in unseren Kellerräumen schlummerten und diese für ewig für die Nachwelt zu sichern, ist beeindruckend“, freut sich Schulleiter Sascha Busse nach insgesamt vier Sichtungsterminen.

Die Schule wurde gegenüber der Abtei 1904 als Realgymnasium gegründet, eine Tafel mit dem Ursprungstitel Gymnasium prangt auch heute noch an der Fassade. 1980 beschloss der Stadtrat die Umwandlung des damaligen Leibniz-Gymnasiums und der angrenzenden Hauptschule in eine Gesamtschule, die 1981 ihre ersten Schüler aufnahm. Heute ist sie die größte Gesamtschule der Stadt.

Geschichte mit Originalquellen veranschaulichen
Ins Rollen kam die historische Übernahme durch das Engagement des Geschichtslehrers Dr. Klaus-Peter Kirstein, der seinen Schülerinnen und Schülern Geschichte anhand von Originalquellen anschaulich vermitteln wollte. Die Schulunterlagen spiegeln auf eindrucksvolle Weise die gesellschaftlichen und pädagogischen Veränderungen der Zeit wider, findet der Pädagoge. Im Keller entdeckten die Lehrer und die Stadtarchivare beispielsweise Unterrichts- und Aufsatzthemen aus dem Schuljahr 1949/50, die eine Bandbreite von literarischen Klassikern bis hin zu neuen politischen und gesundheitlichen Themen wie „Demokratie und Völkerverständigung“ sowie den „Risiken der Tuberkulose“ aufgreifen.
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Mit der Archivierung der Dokumente eröffnet sich für die Schule eine neue Möglichkeit der historischen Bildung. „Das Stadtarchiv kann ein außerschulischer Lernort sein, wo Schülerinnen und Schüler mit unseren eigenen historischen Dokumenten Geschichte erfahren können. Wir planen bereits weitere Projekte“, freut sich Kirstein. (aka)




