„Schöne Feuerwerkfotos können an Silvester schon gelingen, wenn man einen Schritt vor die Tür geht oder aus der Gaststätte heraus fotografiert“, sagt Siegfried Dammrath. Er muss es wissen, denn der Schöpfer des bekannten Duisburg-Kalenders ist seit Jahren für spektakuläre Aufnahmen in der Silvesternacht unterwegs. Dadurch kennt er die besten Adressen für einzigartige Fotos.

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Zu seinen Lieblingsorten zählt die Friedrich-Ebert-Brücke zwischen Ruhrort und Homberg. Durch die erhöhte Position bekommt Dammrath hier viel von der Stadt aufs Bild. Dadurch sehen die Raketen an vielen verschiedenen Orten wie ein großes Feuerwerk aus, wie sein Foto vom Jahreswechsel vor zwei Jahren beweist.
Tolle Silvesterfotos: Friedrich-Ebert-Brücke bietet mehrere Vorteile
Ein weiterer Vorteil der Ebert-Brücke: Fotografen können mehrere Wahrzeichen der Stadt gleichzeitig ins Visier nehmen. Das Rheinorange und der Stadtwerketurm sind wohl die beliebtesten Motive. Von der Brücke aus schaffen es aber auch das Hotel Rheingarten und die A40-Brücke auf ein Bild.

Die Friedrich-Ebert-Brücke selbst ist ebenfalls ein wunderschönes Motiv. Besonders spektakulär sind Fotos, wenn die Raketen beim Ruhrorter Hafenfest über der Brücke explodieren. Auch in der Silvesternacht dürften Fotos der Landmarke mit Feuerwerk im Hintergrund möglich sein – wenn auch nicht im selben Ausmaß wie bei „Ruhrort in Flammen“.
Zwei weitere Orte mit Premiumblick auf Duisburg
Als zweiten Tipp nennt der Homberger den Aussichtsturm an der Sechs-Seen-Platte. Von hier aus können Fotografen die Farbenexplosion über der gesamten Stadt einfangen. In südlicher Richtung taucht sogar das Feuerwerk über Düsseldorf am Horizont auf.
Einen ähnlich guten 360-Grad-Blick bietet die Halde Rheinpreußen an der Stadtgrenze zu Moers. Dammrath empfiehlt, von der Halde nach Südosten zu fotografieren, um die Industriekulisse im Duisburger Norden, die Stadtmitte und den Rhein auf ein Bild zu bekommen.

Beide Tipps haben jedoch Nachteile. Erstens sind sie mit einem Fußmarsch verbunden: An der Sechs-Seen-Platte wandert man knapp zwei Kilometer vom Parkplatz bis zum Turm, an der Halde Rheinpreußen knapp einen Kilometer bis zur Spitze.
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So gelingen schöne Silvesterfotos bei schlechtem Wetter
Zweitens bringt die Top-Position an beiden Stellen wenig, wenn das Wetter schlecht ist. Und die Gefahr besteht beim kommenden Jahreswechsel durchaus. Nach den aktuellen Vorhersagen soll es in der Nacht zum 1. Januar stark bewölkt werden, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 30 Prozent.
„Wenn es so nebelig ist wie in der Nacht zu Montag, wird man in der Weite wenig erkennen. Das gilt auch für das Feuerwerk“, sagt Siegfried Dammrath. In diesem Fall empfiehlt er, sich eher auf den Vordergrund zu konzentrieren und zum Beispiel Personen mit Wunderkerzen oder Raketen in der direkten Umgebung zu fotografieren.
Sehr gute Silvesterfotos sind übrigens nicht nur mit Kamera, Stativ und mehreren Sekunden Belichtungszeit möglich, sondern auch mit dem Handy. Der Experte erklärt: „Handys tun sich nachts mit der Belichtung oft schwer. Deswegen kann es helfen, den Vordergrund mit einer Taschenlampe anzuleuchten oder sich vor eine helle Werbetafel zu stellen.“





