Unbekannte haben Bahnen der Linie 903 am Montagabend in Duisburg mit Böllern angegriffen. Rund um die Haltestelle Pauluskirche in Hochfeld sei es zu „mehreren Vorfällen“ gekommen, berichtet ein Sprecher der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG). Nutzer schildern in sozialen Netzwerken, dass Feuerwerk „kreuz und quer“ gezündet worden sei. Die Polizei hat am Dienstag noch keine Details zu den Übergriffen bekanntgegeben. Nach Informationen dieser Redaktion liegt eine Anzeige vor, die Täter konnten wohl nicht gefasst werden.

Die Wanheimer Straße in Hochfeld
Schon wieder sind an der Wanheimer Straße Böller auf Straßenbahnen geflogen.© FUNKE Foto Services | Alexandra Roth

Fest steht: Die DVG zog am späteren Abend die Reißleine, nachdem ihre Fahrer die Leitstelle informierten: Ab 22 Uhr und bis Betriebsschluss fuhren Bahnen nicht mehr durch Hochfeld, erklärte ein Sprecher. Die Bahnen der Linie 903 wurden stattdessen zwischen den Haltestellen Platanenhof und Fischerstraße umgeleitet. Sie fuhren dann über die Düsseldorfer Straße, Grunewald und Kulturstraße. Dadurch entfielen die Haltestellen Brückenplatz, Siechenhausstraße, Pauluskirche, Marienhospital und Hochfeld-Süd Bahnhof.

Angriffe auf Straßenbahnen: DVG beobachtet Lage in Hochfeld

Mit Betriebsstart am Dienstagmorgen fuhren die Bahn zwar wieder durch Hochfeld, die DVG werde die „Lage beobachten“ und situativ handeln. Falls erforderlich, werde die DVG auch an Silvester Maßnahmen zum Schutz des Personals und der Fahrgäste ergreifen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Böller und Raketen auf DVG-Bahnen gezielt geschossen werden. Auch in den vergangenen Jahren kam es zu Vorfällen, Unbekannte hatten Straßenbahntüren der Linie 903 aufgetreten und sogar Böller in die Bahnen geworfen. Die DVG sah sich 2023 nach Angriffen mit Böllern zu einer Vorsichtsmaßnahme gezwungen. Es war das erste Mal, dass die Duisburger Verkehrsgesellschaft präventiv vorab umgeleitet hat.

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Auch für die Polizei war der Bereich um die Pauluskirche in den vergangenen Jahren ein Hotspot für Randale. Die Beamten werden zum Jahreswechsel deshalb das Geschehen rund um die Pauluskirche erneut mit einem Kamerasystem beobachten. Dafür wurde am Dienstag bereits eine mobile Polizeikamera an der Wanheimer Straße installiert. Im vergangenen Jahr hatte die Behörde mit dieser Maßnahme gute Erfahrungen gemacht und die Kameras zeigten eine abschreckende Wirkung.