Über diese Tat spricht ganz Duisburg: Am Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr bricht eine Bande mit einem Opel Corsa die Glastür des Forums auf. Dann fahren die Männer durch das Erdgeschoss, setzen zurück, rammen die Tür eines Juweliergeschäfts auf und räumen den Laden innerhalb von zwei Minuten aus. Und dann? Wie konnten die Täter mit ihrer Millionenbeute flüchten?

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Das Überwachungsvideo aus dem Juwelier „Ferrit“ zeigt eindeutig: Mit dem erbeuteten Schmuck und Gold verlassen die fünf Unbekannten das Geschäft durch die Eingangstür. Dann verliert sich ihre Spur. Die Polizei hat für die Tätersuche eine Ermittlungskommission gebildet. Konkrete Hinweise hat die Behörde nach offiziellen Aussagen von Dienstagnachmittag aber bisher nicht.
Millionen-Raub im Forum: Warteten Fluchtautos nur wenige Meter entfernt auf die Täter?
Das ebenso brachiale wie professionelle Vorgehen der Bande legt nahe: Auch ihre Flucht haben die Kriminellen wohl minutiös geplant.

Ferit Karabara, Inhaber des Juweliergeschäfts, ist sich sicher, dass die maskierten Männer das Forum durch den Notausgang neben der geschlossenen Zara-Filiale verlassen haben. Dieser führt auf die Tonhallenstraße. Warteten dort die Fluchtwagen an der Ecke Tonhallenstraße/Am Buchenbaum?
Die Vermutung liegt aus mehreren Gründen nahe: Am frühen Sonntagmorgen ist der Bereich normalerweise wie ausgestorben. Zudem hätten die Täter die Autos dort mit wenigen Schritten erreichen können. Und: Über die Friedrich-Wilhelm-Straße hätten sie schnell eine Anbindung an mehrere Autobahnen gehabt. Entweder zur A59-Auffahrt Duisburg-Zentrum. Oder mit einem weiteren Schlenker über den Zubringer in Richtung A40. Über diese Route wäre die Gefahr allerdings größer gewesen, im Bereich des Rotlichtviertels auf Polizisten zu treffen.

Unwahrscheinlich scheint, dass das Quintett, das den wohl gestohlenen Opel Corsa im Forum zurückließ, zu Fuß über die Königstraße das Weite suchte. Dort wären den Männern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Passanten begegnet – also lästige Zeugen.
Wie berichtet, hätten die Fluchtwagen theoretisch auch durch die Fußgängerzone brausen können. Denn an vier Einfahrten zur Innenstadt, die mit versenkbaren Pollern ausgestattet sind, waren ebendiese abgesenkt. „Während der Nachtstunden befindet sich die Anlage an allen vier Einfahrtstellen dauerhaft in Nullstellung (Poller unten), da das entsprechende Schutzziel (Schutz großer Menschenmengen in der Innenstadt) zu dieser Zeit nicht besteht“, klärte ein Sprecher der Stadt Duisburg bereits am Montag auf.
Fluchtautos könnten Ermittler auf die Spur bringen
Spekuliert wird außerdem über die Zahl der Fluchtautos. Für fünf Personen inklusive der üppigen Beute in prall gefüllten orangefarbenen Plastiktaschen wären entweder ein Lieferwagen oder zwei Pkw nötig gewesen. Diese könnten wiederum die Ermittler auf die Spur der Bande bringen. „Vielleicht hat jemand ja um die Tatzeit herum ein Auto beobachtet, das mit hoher Geschwindigkeit im Stadtgebiet unterwegs war. Vielleicht hat man es ja nicht direkt in Zusammenhang mit der Tat gebracht. Aber jeder Hinweis ist wichtig“, ordnet Polizeisprecher Daniel Kattenbeck ein.
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Informationen aus der Bevölkerung nimmt die Kripo unter 0203 280 0 entgegen.






