Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für kommenden Mittwoch, 4. Februar, zu Warnstreiks an Schulen in Duisburg aufgerufen. Mit Unterrichtsausfällen sei zu rechnen, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Täglich (außer Samstag)

Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Auch in der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) haben die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und damit erneut keine konkreten Antworten auf die Forderungen der Beschäftigten gegeben“, erklärt die Gewerkschaft. Sie fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Auch interessant

Lehrkräfte in Duisburg wollen für mehr Geld demonstrieren

Es sei jetzt höchste Zeit für ein klares Signal, erklären Tanja Junkers und Rüdiger Wüllner, Vorsitzende der GEW in Duisburg. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft endlich verbindliche tarifliche Regelungen für studentische Beschäftigte, die zu Lehre, Forschung und Verwaltung viel beitragen – oft jedoch zu prekären Bedingungen arbeiten, heißt es weiter. Dazu zählen etwa befristete Verträge.

+++ Lassen Sie sich den Duisburg-Newsletter per E-Mail schicken: hier gratis anmelden +++

Gabi Wegner, Lehrerin an einer Duisburger Gesamtschule und Mitglied der GEW-Bundestarifkommission, betont: „Ein vollwertiger Tarifvertrag ist kein Entgegenkommen, sondern längst überfällig und sozialpolitisch geboten.“ Sie ist entschlossen: „Über die Bedeutung von Bildung herrscht politisch Einigkeit: Beste Bildungschancen für unsere Kinder und Jugendlichen, starke Hochschulen, exzellente Lehre und Forschung. Wer diese Ziele ernst nimmt, muss die Menschen, die Bildung täglich möglich machen – in Kitas, Schulen und Hochschulen – angemessen bezahlen und ihnen verlässliche Arbeitsbedingungen garantieren.“

Demonstration und Kundgebung in der Innenstadt geplant

Zum Duisburger Warnstreik werden die angestellten Beschäftigten der Schulen aus Duisburg, aber auch aus Essen, Mülheim, Oberhausen und Wesel aufgerufen. Ihnen steht eine Streikteilnahme offen – anders als Beamtinnen und Beamten.

Das Streikbüro im DGB-Haus in Duisburg ist ab 9.30 Uhr geöffnet, um 11 Uhr beginnt die Demonstration durch die Innenstadt. Die Forderungen werden an die Kreisverbände von Grünen, CDU und an das Rathaus übergeben, mit der Bitte, sie an die Landespolitik weiterzutragen. Die Abschlusskundgebung findet um 12.30 Uhr an den „schwebenden Gärten“ vor dem Forum statt.

Auch interessant

Auch interessant

In der aktuellen Tarifrunde verhandeln die Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die Bezahlung von rund 2,6 Millionen Beschäftigten der Länder bundesweit. Etwa die Hälfte der Beschäftigten arbeitet im Bildungsbereich – an Schulen und Hochschulen. Darunter 245.000 angestellte und 684.000 verbeamtete Lehrkräfte. In NRW gibt es rund 49.000 Tarifbeschäftigte, Lehrkräfte und pädagogisches Personal an den rund 5400 Schulen.

Im Organisationsbereich der GEW wird für mehrere Beschäftigtengruppen verhandelt – darunter Lehrkräfte an Schulen, Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie Hochschullehrende und studentische Beschäftigte. Die Tarifverhandlungen sind am 3. Dezember 2025 gestartet. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11./ 12. Februar in Potsdam geplant.