Im Tarifkonflikt des kommunalen Nahverkehrs hat ver.di die Beschäftigten der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) zum Streik aufgerufen. Gestreikt wird am Freitag und Samstag (27./28. Februar) jeweils ganztägig. Dadurch kommt es von Betriebsbeginn bis Betriebsende zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Straßenbahnverkehr in Duisburg.

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Die DVG lässt, wie zuletzt bei Streiks üblich, weder Busse und Bahnen noch den myBUS fahren. Ausnahme sind nach Angaben der Verkehrsgesellschaft wieder die acht Nachtexpresslinien (NE) der DVG, die dann nicht nur in der Nacht, sondern ganztägig jede Stunde unterwegs sind.
ÖPNV-Streik in Duisburg: Bei der DVG sind nur Nachtexpressbusse unterwegs – aber ganztägig
So fährt beispielsweise der NE1 üblicherweise um 23.25 Uhr ab der Haltestelle „Buschhauser Straße“. Am kommenden Freitag und Samstag fährt der NE1 demnach immer um 25 Minuten nach der vollen Stunde ab der Haltestelle „Buschhauser Straße“. Für die anderen Nachtexpresslinien gilt diese Systematik genauso. Die DVG bittet die Fahrgäste dennoch, sich um Alternativen wie Fahrgemeinschaften zu bemühen oder auf S-Bahnen und Regionalzüge auszuweichen, die an beiden Streiktagen regulär fahren sollen.
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Auch das DVG-Kundencenter am Duisburger Hauptbahnhof ist betroffen und bleibt am Freitag und Samstag geschlossen. Der telefonische Kundenservice soll aber erreichbar sein. Weitere Informationen gibt es online auf www.dvg-duisburg.de.
NIAG ist ebenfalls betroffen
Die Belegschaft der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) ist sogar seit Donnerstag und bis Samstag (26. bis 28. Februar) zum Streik aufgerufen. Am Freitagmittag teilt ein Sprecher mit, dass es weniger Ausfälle als befürchtet gebe: Unter zehn Prozent der Fahrten im Netz der NIAG, die mit ihren Bussen auch Duisburg bedient, seien betroffen. Für Samstag wird ein ähnliches Bild mit geringen Auswirkungen erwartet. Die Busse des Schwesterunternehmens LOOK sollen ohnehin planmäßig verkehren.
Fahrgäste sollen trotzdem vor Antritt ihrer Fahrt die elektronische Fahrplanauskunft in der NIAG-App, im Fahrplaner online auf www.niag.de oder andere Angebote mit Echtzeitinformationen zum regionalen ÖPNV prüfen.
Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr: Gewerkschaft erhöht den Druck
Bundesweit soll es laut ver.di Arbeitsniederlegungen geben. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW). In der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber laut Gewerkschaft kein Angebot vor. Vor der nächsten Verhandlungsrunde, die am 2. und 3. März stattfinden wird, erhöht ver.di deshalb den Druck.
Im Mittelpunkt stehen Entlastungen für die Beschäftigten – insbesondere die Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von 39 auf 37 Stunden, verlässliche Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit.
„Wenn wir künftig eine ausreichende Zahl von Beschäftigten für den Nahverkehr gewinnen wollen, muss dort die Arbeitsbelastung sinken. Ohne bessere Arbeitsbedingungen wird sich der Personalmangel weiter verschärfen. Und das werden dann absehbar auch die Fahrgäste im Angebot der DVG spüren“, erklärt ver.di-Bezirksgeschäftsführer Matthias Baumann.





