Es begann nicht plötzlich. Der Alltag wurde für Dino Andree Rogge über Jahre hinweg zunehmend zur Belastung. Erinnerungen verblassten, Termine gingen verloren, vertraute Dinge wurden fremd. Dass der 54-Jährige heute wieder klar denken, arbeiten und lachen kann, verdankt er einer Gehirn-Operation.

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„Ich konnte irgendwann nicht mehr sagen, wann meine Schwestern Geburtstag haben, und habe mir sogar die PIN der Bankkarte ins Portemonnaie gelegt, obwohl das seit über 25 Jahren dieselbe ist“, erklärt er. Bei Familienfesten oder Treffen ist er irgendwann nur noch körperlich anwesend – innerlich fühlt der Duisburger sich nicht mehr präsent.

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Arachnoidale Zyste verursacht Krampfanfall bei Duisburger

Im Februar 2025 bekommt er in der Kantine seines Arbeitgebers in Hamborn einen epileptischen Krampfanfall und kollabiert. Bei den Folgeuntersuchungen wird festgestellt, dass der 54-Jährige eine arachnoidale Zyste im Gehirn hat. „Eine arachnoidale Zyste ist eine Blase zwischen den Hirnhäuten, die mit Flüssigkeit gefüllt ist“, erklärt Dr. Rashad El-Habony, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie im Evangelischen Klinikum Niederrhein.

„Die meisten dieser Zysten machen keine Beschwerden und müssen nur beobachtet werden. Wenn sie aber, wie in diesem Fall, Druck auf das Gehirn ausüben und Symptome verursachen, ist eine Operation nötig“, so El-Habony weiter. „Dabei öffnen wir die Zyste minimal-invasiv, damit die Flüssigkeit abfließt und der Druck auf das Gehirn nachlässt.“

Für mich ist der 19. Februar mein zweiter Geburtstag

Dino Andree Rogge

Am 19. Februar 2025 wird Dino Rogge von El-Habony operiert. Die OP verläuft erfolgreich, nach wenigen Monaten stellt der 54-Jährige deutliche Verbesserungen fest. Seine Erinnerungsfähigkeit, Konzentration und Leistungsfähigkeit kamen nach und nach zurück. „Ich hatte irgendwann das Gefühl: Ich bin wieder da“, erinnert sich Rogge.

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Seit Oktober arbeitet er wieder als Fachkoordinator bei einem Stahl-Unternehmen und ist dort für knapp 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. „Ich fühle mich heute fitter denn je, fast wie Mitte 30. Ich bin Dr. El-Habony und dem ganzen Team der Neurochirurgie unglaublich dankbar“, sagt er.

Was von der Operation geblieben ist, ist lediglich eine kaum sichtbare Narbe, da der chirurgische Zugang über eine Stirnfalte erfolgen konnte. Doch viel wichtiger ist die Freude darüber, ein neues Leben gewonnen zu haben. Dino Rogge hatte Angst, seinen 60. Geburtstag nicht mehr zu erleben. Er fühlte sich, als würde er im Zeitraffer altern. Heute sagt er: „Für mich ist der 19. Februar mein zweiter Geburtstag.“