Die Tage der gläsernen Pavillons auf der Kuhstraße in der Duisburger City sind gezählt. Mehr als 30 Jahre lang prägten sie das Bild der Kuhstraße. Doch der Zustand der markanten Gebäude ist schlecht. Dass der Bereich umgestaltet werden soll, ist schon lange ein Thema, den Umbau haben Politiker im Rat bereits vor zwei Jahren beschlossen. Nun soll am Montag, 2. März, der Abriss starten.

Täglich (außer Samstag)
Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
[Wir schicken Ihnen jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps. Hier können Sie den Duisburg-Newsletter bestellen.]
Einst standen die Pavillons für moderne Architektur: transparent, schick, modern. Jahrelang konnte man dort Konzertkarten kaufen. Durch einen Pavillon erreicht man die U-Bahn. Später zog die Beratungsstelle „Frühe Hilfen“ in eines der Gebäude ein. Die befindet sich inzwischen an der Schwanenstraße im ehemaligen „Kleinen Prinzen“. Jetzt soll der Abriss Platz für etwas Neues schaffen.

Die Stadtplaner wissen: Das Kuhtor war Bestandteil der historischen Altstadt und ist „ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im heutigen Innenstadtgefüge“. Der Umbau ist auch im Zusammenhang mit der aktuell laufenden Umgestaltung des Kuhlenwalls zu sehen. So soll die Stadtmauer mit einem Basaltstein nachgezeichnet werden. Über den Kuhlenwall soll für Fußgänger die Verbindung zwischen Innenstadt und Innenhafen neu gestaltet werden.
Die Kuhstraße wird indes von Innenstadtbesuchern als Verlängerung der Königstraße wahrgenommen. Die Pavillons verstellten die Sicht und hinderten daran, den Bereich als Platz zu gestalten. Zudem: Laut Fachleuten sprechen sowohl „immobilienwirtschaftliche als auch städtebauliche Gründe“ für den Abriss. Im Sommer heizten sich die Glaspavillons auf, im Winter war es zu kalt. Zuletzt waren auch die Dächer undicht und Regen tropfte hinein.
Mit dem Rückbau und der Herrichtung der Fläche wird die Grundlage für eine moderne, attraktive und familienfreundliche Nutzung dieses Bereichs geschaffen.
Gabi Priem, Sprecherin der Stadt Duisburg.
Ab Montag sollen Bauzäune den Bereich absperren. Passanten können die Fußgängerzone weiterhin nutzen, müssen aber mit Einschränkungen rechnen. Der Baustellenverkehr wird über die Steinsche Gasse und die Obermauerstraße geführt. „Hierfür wird die Verkehrsführung entsprechend markiert, um Beeinträchtigungen für Passanten und Anwohner so gering wie möglich zu halten“, erklärt Stadtsprecherin Gabi Priem. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Mai.
- Kuhlenwall: Drogen, Dreck und Sex statt schicker „Flaniermeile“
- Leerstand, Drogen, Müll: Was Duisburger an der Innenstadt stört
- „Hier kippt etwas“: Duisburger kämpfen gegen City-Verwahrlosung
- Nach Zara-Aus: Forum in Duisburg verliert nächsten bekannten Mieter
- Neues „Lieblings-Café“ liegt versteckt in Duisburgs Innenstadt
- Dieses Café in Duisburg zählt zu den 500 besten in Deutschland
- Sonnenwall im Abwärtstrend: Diese großen Namen sind verschwunden
„Im Anschluss ist geplant, die Fläche als temporäre Zwischennutzung in einen urbanen Spielbereich umzugestalten“, lauten die Pläne der Stadt. Gabi Priem blickt voraus: „Mit dem Rückbau und der Herrichtung der Fläche wird die Grundlage für eine moderne, attraktive und familienfreundliche Nutzung dieses Bereichs geschaffen.“ Ziel sei es, die Innenstadt weiter aufzuwerten und die Aufenthaltsqualitäten für die Innenstadtbesucher zu erhöhen.






