Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran ist für viele Urlauber im Nahen Osten derzeit noch unklar, wann sie ihre Reise fortsetzen oder nach Hause zurückkehren können. Flüge fallen aus, wichtige Umsteigeflughäfen sind gestört und Kreuzfahrtschiffe bleiben in Häfen. Die angespannte Lage hat auch Folgen für Schauinsland Reisen aus Duisburg.

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„Aktuell befinden sich Pauschalreisende von Schauinsland Reisen in den Vereinigten Arabischen Emiraten“, berichtet das Duisburger Reiseunternehmen. Zudem gäbe es Reisende auf der Langstrecke, deren Rückflüge gestrichen wurden. Konkrete Zahlen nennt eine Sprecherin aus operativen Gründen aber nicht.
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Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind insgesamt rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Sie halten sich entweder in der Region auf oder ihre Flüge sollten über Drehkreuze im Nahen Osten führen. Die Sicherheitslage sei „äußerst volatil“, teilte der Verband mit. Wie lange die Einschränkungen andauern und wann eine Ausreise wieder möglich sein werde, sei derzeit nicht absehbar.
Schauinsland Reisen verlängert Kostenübernahme für Hotelübernachtungen
Sollte der Rückflug aus den betroffenen Regionen gestrichen oder verschoben werden, organisiert Schauinsland Reisen „in enger Abstimmung mit der zuständigen Agentur vor Ort“ zusätzliche Hotelunterbringungen für ihre betroffenen Pauschalreisenden. Die Kostenübernahme für ungeplante Hotelübernachtungen hat das Duisburger Touristikunternehmen von drei auf fünf Tage ausgeweitet – nach Möglichkeit im gebuchten Hotel.
„Die Sicherheit und das Wohl unserer Gäste haben für uns oberste Priorität“, erklärt eine Sprecherin. Reiseleiter und Serviceteams stünden in engem Kontakt mit den Gästen vor Ort und informierten regelmäßig über den aktuellen Stand. Auch eine SOS-Nummer ist eingerichtet. „Parallel prüfen wir kontinuierlich alternative Rückflugoptionen“, heißt es weiter.
Auch mit Blick auf zukünftige Reisen reagiert der Veranstalter: Bis einschließlich 31. März werden alle bevorstehenden Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate und in den Oman sowie Pauschal- und Nur-Flug-Reisen mit Zwischenlandung in der Golfregion abgesagt. Ebenfalls abgesagt werden Reisen mit Zwischenlandung in diesen Ländern sowie in Katar oder in Bahrain. Über Reisen in die betreffenden Staaten oder mit Zwischenlandung in diesen Staaten mit Abreise nach dem 4. März wird in den kommenden Tagen entschieden, informiert Schauinsland Reisen auf der Internetseite.

Unsichere Lage im Nahen Osten bremst Nachfrage
„Kurzfristig rechnen wir mit einer spürbaren Zurückhaltung bei Buchungen in die Golfregion“, erklärt eine Sprecherin zu den Auswirkungen des Kriegs auf den Tourismus. Das Ausmaß werde maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage und der Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs abhängen.
Schauinsland Reisen zählt zu den größten deutschen Reiseveranstaltern und hat nach eigenen Angaben weltweit 1800 Mitarbeiter. Im Touristikjahr 2024/25 zählte der Reiseveranstalter 2,05 Millionen Kunden. Im Geschäftsjahr 2024/25 erwirtschaftete die Gruppe nach eigenen Angaben einen Konzernumsatz von 2,9 Milliarden Euro.
(mit dpa)






