Die Bundespolizei hat einen Schwerpunkteinsatz in den Hauptbahnhöfen Düsseldorf und Duisburg im Januar damit erklärt, dass diese Bahnhöfe „immer wieder durch eine erhöhte Zahl von Gewaltdelikten auffallen“. Im Duisburger Hauptbahnhof fühlen sich viele Menschen unsicher, vor allem in den Abendstunden. Ist der Hauptbahnhof tatsächlich ein Kriminalitätsschwerpunkt?

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„Der Duisburger Hauptbahnhof liegt im Fokus bundespolizeilicher Maßnahmen“, antwortet Armin Roggon, Pressesprecher der für Duisburg zuständigen Bundespolizeiinspektion Düsseldorf. „Durch die personelle Verstärkung der Bundespolizei in den letzten Jahren – auch in Duisburg – konnte eine deutlich erhöhte Präsenz im Hbf Duisburg erreicht werden.“

Durch die erhöhte Zahl an Bundespolizistinnen und -polizisten in Duisburg sei „zumindest ein Anstieg der Fallzahlen verhindert und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bahnreisenden und der Geschäftstreibenden gesteigert“ worden, so Roggon. Angaben zur Personalstärke macht die Behörde nicht.

Hauptbahnhof Duisburg: Zahl der Straftaten um fast 50 Prozent gesunken

Bei der Gesamtzahl der Straftaten weist die Kriminalitätsstatistik, die Roggon auf Nachfrage liefert, für die jüngere Vergangenheit sogar einen deutlichen Rückgang aus: Demnach sank die Gesamtzahl der im Hauptbahnhof registrierten Straftaten zwischen 2018 und 2024 von 1470 auf 733 Delikte um fast 50 Prozent. Die Zahl der Straftaten 2025 sei „auf gleichbleibendem Niveau“, so Roggon. Der Duisburger Hbf ist also sicherer geworden.

Angezeigt wurden im Durchschnitt nur noch zwei Delikte pro Tag. Dazu muss man wissen, dass die Bahn das tägliche Fahrgastaufkommen in Duisburg mit 61.000 Reisenden angibt. Hinzu kommen mehrere tausend Passanten täglich, die den Bahnhof nur durchqueren oder zur Erledigung von Einkäufen aufsuchen. Bedenkt man also die Menschenmenge, die im Hauptbahnhof unterwegs ist, ist dieser keineswegs ein Kriminalitätsschwerpunkt.

Zivile Einsatzkräfte jagen Taschendiebe

Zur Aufklärung setze die Bundespolizei auf den Ausbau und die Nutzung einer modernen Videoüberwachung, insbesondere zur Bekämpfung von Diebstahlsdelikten, erklärt Sprecher Roggon. „Zudem kommen zivile Kräfte der Bundespolizei zum Einsatz, die gegen die in Teilen überregional agierenden Tätergruppen vorgehen.“ Obendrein setze die Bundespolizeiinspektion Düsseldorf vermehrt ihr Präventionsteam ein, um Bahnreisende umfassend zum Thema Taschen- und Gepäckdiebstahl aufzuklären.

Top 10: NRW-Bahnhöfe mit den meisten Reisenden

So viele Reisende nutzen laut Bahn im Durchschnitt täglich die 10 höchstfrequentierten Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen.

  1. Köln Hbf: 188.000
  2. Düsseldorf Hbf: 153.000
  3. Essen Hbf: 92.000
  4. Dortmund Hbf: 80.000
  5. Köln Messe/Deutz: 68.000
  6. Duisburg Hbf: 61.000
  7. Münster Hbf: 53.000
  8. Bonn Hbf: 45.000
  9. Bochum Hbf: 39.000
  10. Wuppertal Hbf: 29.000

Auch bei den Diebstählen weisen zumindest die von der Bundespolizei gelieferten Zahlen auf einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit hin: 2018 waren 490 Diebstähle angezeigt worden, 2024 nur noch 174. Die Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor, das Niveau sei jedoch ebenfalls „gleichbleibend“, so Roggon. Die Entwicklung deutet auf die Wirksamkeit der polizeilichen Maßnahmen hin.

Allerdings ist auch bei der Interpretation dieser Zahlen zu bedenken, dass in Deutschland trotz langsam steigender Fahrgastzahlen noch immer weniger Menschen mit Bus und Bahn fahren als vor der Corona-Pandemie. Auch im Duisburger Hauptbahnhof waren also vor 2020 mehr potenzielle Opfer unterwegs als heute. Andererseits dürften inzwischen wegen der ausgebauten Kameraüberwachung mehr Diebstähle auffallen als damals.

Gewalt: Hausverbote und Beförderungsverbote für Intensivtäter

Bei den Gewalt- oder Rohheitsdelikten ist der Trend dagegen nicht eindeutig: Die Bundespolizei zählte 2018 etwa 100 Anzeigen. Von 2019 bis 2021 waren es jeweils zwischen 85 und 115, 2022 sogar 145, 2023 nur noch 106, 2024 mit 125 wieder etwas mehr. Das bedeutet: Etwa alle drei Tage wird eine Gewalttat im Hauptbahnhof von der Bundespolizei oder von Opfern angezeigt. Die Statistik für 2025 liegt noch nicht vor.

Vom Lost Place zum Wahrzeichen: Der Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs in Fotos

Bereits 2007 war die Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs so löchrig, dass sie die Fahrgäste nicht mehr vor Regen schützte. Die Denkmalbehörde stufte die alte Gleishalle 2011 als nicht mehr standsicher ein. Doch erst 2022 startete die Modernisierung nach zwei gescheiterten Ausschreibungen.
Bereits 2007 war die Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhofs so löchrig, dass sie die Fahrgäste nicht mehr vor Regen schützte. Die Denkmalbehörde stufte die alte Gleishalle 2011 als nicht mehr standsicher ein. Doch erst 2022 startete die Modernisierung nach zwei gescheiterten Ausschreibungen.© WAZ | Photo: Andreas Mangen
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof.
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof.© WAZ | Photo: Andreas Mangen
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus.
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus.© www.blossey.eu / FUNKE Foto Service | Hans Blossey
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau.
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . .
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . . © FUNKE Foto Services | Oliver Müller
. . . erlangte Kult-Status.
. . . erlangte Kult-Status. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . .
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . .© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft.
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft.© FUNKE Foto Services | Oliver Müller
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden.
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden.© FUNKE Foto Services | Tanja Pickartz
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung.
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung.© Deutsche Bahn
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die  fertige Gleishalle aussehen soll.
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die fertige Gleishalle aussehen soll.© DB Station & Service AG | DB Station & Service AG
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . .
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . . © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann:
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann:© Deutsche Bahn
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen.
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land  und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert.
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut.
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“.
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.© FUNKE Foto Services | Martin Möller
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen.© WAZ | Philipp Wahl
Die Gleishalle Ende September 2022.
Die Gleishalle Ende September 2022.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet.
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet.© www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig.
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig.
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter.
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter.© WAZ | Philipp Wahl
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit  Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig.
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig.© WAZ | Philipp Wahl
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet.
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet. © WAZ | Philipp Wahl
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . .
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . .© WAZ | Philipp Wahl
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet.
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet.© WAZ | Philipp Wahl
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert.
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert.
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © WAZ | Philipp Wahl
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig.
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig. © WAZ | Philipp Wahl
Hauptbahnhof Duisburg: Essener Dächer
Das lag laut Bahn nicht daran, dass das Flachdach immer noch nicht verkleidet ist. Fahrgäste blicken den gesamten Fußweg lang auf Holz, auf die Dach- und Querbalken unter dem Dach.© FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik?
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik?© WAZ | Philipp Wahl
Umbau des Hauptbahnhofs in Duisburg
Der Stand der Umbauarbeiten im März 2024. © Deutsche Bahn AG / DB | Deutsche Bahn AG / DB
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade.
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Die Baustelle im Juli 2024.
Die Baustelle im Juli 2024.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur).
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur).© FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten.
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs.
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger.
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt.
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt.© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel
Neues Dach für den Hauptbahnhof
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Neues Dach für den Hauptbahnhof
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung).
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung).© FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Gleisaufbau Duisburger Hauptbahnhof Stand Oktober 2025
Am 13. Oktober 2025 werden die Gleise 5 bis 9 wieder für den Verkehr freigegeben. Die Hälfte der Bauarbeiten ist erledigt, vier der sechs Bahnsteige sind mit dem Wellendach überdacht.© Denise Ohms Funkegrafik NRW | Denise Ohms
Duisburg240500674 Luftbild
19. Januar 2026: Vier der sechs Bahnsteige sind saniert, das neue Wellendach über den vier modernisierten Bahnsteigen ist geschlossen. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
19. Januar 2026. Hier gut zu erkennen: Der neuen Glasfassade fehlen noch die Scheiben der untersten Reihe. Das ändert sich während der Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg vom 9. Januar bis 6. Februar.
19. Januar 2026. Hier gut zu erkennen: Der neuen Glasfassade fehlen noch die Scheiben der untersten Reihe. Das ändert sich während der Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg vom 9. Januar bis 6. Februar.© FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Fassade Hauptbahnhof Duisburg
19. Januar 2026: Montagearbeiten an der neuen Fassade. Bauarbeiten setzen während der vierwöchigen Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg mit einem Kran und Hubsteigern Scheiben in der untersten Reihe der Fassade ein.  © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Dach Welle Duisburg Hauptbahnhof
Während der Sperrung entfernen Fachleute der Firma SEH Engineering an Bahnsteig 6 planmäßig die Verkleidung der Unterdecke, um Revisionsklappen einzubauen. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Dach Welle Duisburg Hauptbahnhof
Zeitgleich bekommt das erste sanierte „Essener Dach“ eine neue Abdeckung und seitliche Verblendungen.© FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Modernisierung des Duisburger Hauptbahnhofs
Startschuss für die Erneuerung des nächsten Bahnsteigs: Seit dem Abend des 6. Februar ist der Bahnsteig 2 mit den Gleisen 3 und 4 für etwa ein Jahr gesperrt. Zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 wird auch dieser Bahnsteig anfahrbereit sein. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen – dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert.
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen – dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert. © WAZ | pw

Die Gewaltstatistik ist besonders anfällig für Verzerrungen, weil in diese Sachverhalte aus dem Fußballfan-Reiseverkehr fließen – oft solche mit mehreren Tatverdächtigen und Straftaten. Ein Beispiel: Anfang Februar lieferten sich Fans von Werder Bremen und dem Hamburger Sportverein eine Prügelei in einem ICE, die Bundespolizei stoppte den Zug in Duisburg, es gab mehrere Beschuldigte. Obwohl diese Gewalttaten Eingang in die Duisburger Statistik finden dürften, ging von ihnen keine Gefährdung für Reisende im Hauptbahnhof aus.

Armin Roggon sagt zur Polizeiarbeit, auf Gewaltstraftaten werde bei der Bundespolizei „ein besonderes Augenmerk gelegt. Durch verschiedene Projektgruppen zum Themenkomplex Gewaltkriminalität sollen Intensivtäter – auch mithilfe der Videotechnik – identifiziert und mit Maßnahmen wie Hausverboten und Beförderungsausschlüssen belegt werden.“

Vermehrt Waffenverbote: 53 gefährliche Gegenstände sichergestellt

Zudem richtet die für Duisburg zuständige Bundespolizeidirektion Sankt Augustin vermehrt Allgemeinverfügungen ein, die das Mitführen von gefährlichen Gegenständen und Waffen untersagen. Zuletzt galt ein solches Verbot von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag. Auch vom 17. November 2025 bis zum 1. Januar 2026 durften Passanten im Hauptbahnhof keine „gefährlichen Gegenstände“ im Gepäck haben. In diesem Zeitraum stellten die Beamtinnen und Beamten 53 gefährliche Gegenstände sicher, am häufigsten Messer.

Bundespolizei: Zuständigkeit & Statistik

Der Zuständigkeitsbereich der Landespolizei (hier: der Polizei Duisburg) reicht bis auf den Bahnhofsvorplatz, während die Bundespolizei nur auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes tätig sein darf.

Die Bundespolizei handelt nicht nach dem Polizeigesetz NRW. Ihre Befugnisse regelt das Bundespolizeigesetz (BPolG). Bundespolizisten können demnach (§23, Nr. 4) lageunabhängige Kontrollen durchführen und „verlangen, dass Berechtigungsscheine, Bescheinigungen, Nachweise oder sonstige Urkunden zur Prüfung ausgehändigt werden, wenn der Betroffene aufgrund einer Rechtsvorschrift verpflichtet ist, diese Urkunden mitzuführen.“

Bei den registrierten Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei handelt es sich um Verdachtsfälle von Straftaten, die bei der Bundespolizei beziehungsweise durch diese angezeigt wurden. Wie die jeweiligen Strafverfahren enden, berücksichtigen diese Jahreszählungen nicht.