In den Wintermonaten blieb den Feierlustigen oft nur die Flucht in stickige Säle. Doch damit ist jetzt Schluss: Die Freiluft-Saison im Duisburger Westen ist eröffnet. Sobald die Temperaturen stimmen, verwandelt sich der Biergarten Hafensturm mit seinem bewährten Rezept aus frischer Rheinluft und Industriekulisse in einen zentralen Anziehungspunkt.

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Als am Donnerstagabend der Vollmond über der Friedrich-Ebert-Brücke aufging, wurde schnell klar: Das Gelände am Rheindeich platzte aus allen Nähten. Der Grund für den enormen Ansturm war ein seltenes Doppel-Event. Die erste „Full Moon Party” des Jahres fiel exakt auf den Tanz in den Mai. Zwischen Mondschein und wummernden Bässen geriet der Abend zu einem mehr als gelungenen, wenn auch turbulenten Start in die neue Party-Saison.
Viele Partybilder von den Gästen der „Full Moon Party“ gibt es unter diesem Link:
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Erste „Full Moon Party” des Jahres: Warteschlange bis zum Schifffahrtsamt
Bereits am Nachmittag füllten sich die Sitzbänke an der Promenade. Das Team hinter der Theke war schon früh mit dem ersten großen Ansturm des Jahres konfrontiert – Cocktails mixen und Bier zapfen ohne Pause. Als die Dunkelheit hereinbrach und die bunten Lichterketten mit dem Mondschein um die Wette eiferten, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. „Wir haben den ganzen Winter auf diesen Moment gewartet“, erzählt Tom. Der 22-Jährige ist Stammgast bei den monatlichen Vollmond-Events. Ihn hat es wie immer gemeinsam mit einer Freundesgruppe aus Moers an den Rhein gezogen.
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Doch während Tom und seine Freunde auf der Tanzfläche zwischen Turm und DJ-Pult im dichten Gedränge feierten, war bei vielen Menschen vor den Toren die Laune im Keller. Gegen 20 Uhr zog sich eine Menschenschlange bis zum Schifffahrtsamt. Der Hafensturm war an diesem Abend so überlaufen, dass zwischenzeitlich niemand mehr hereingelassen wurde. „Auf keinem Konzert musste ich so lange warten”, schimpfte ein enttäuschter Besucher in der Schlange. Viele Grüppchen wichen schließlich auf die umliegenden Parks aus, bis sie ein alternatives Abendprogramm gefunden hatten.

Biergarten ersetzt frühere Kult-Diskotheken der Region
Die enorme Beliebtheit des Events war an diesem Abend also deutlich zu spüren. Dabei besitzt die Veranstaltung eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. „Es fühlt sich an wie der erste richtige Sommertag, auch wenn wir erst Mai haben”, sagt Marie (26), die aus Krefeld angereist ist, um alte Schulfreunde zu treffen.

Die gebürtige Duisburgerin bedauert die aktuelle Situation derjenigen, die noch den größten Teil ihrer Partyzeit vor sich haben. Mit der Schließung von Institutionen wie dem „Generations” in Moers oder dem „Pulp” in Hochfeld seien in den vergangenen Jahren wichtige Orte zum Feiern weggefallen. „Im Hafensturm kann man diese Atmosphäre noch antreffen“, sagt sie. Der Biergarten scheint für viele zum Ersatz für die verschwundenen Diskotheken in der Gegend geworden zu sein.

Trotz der Partystimmung gab es an diesem Abend eine entscheidende Änderung. Der Zutritt ist ab sofort erst ab 18 Jahren gestattet. Der Grund für diesen Schritt: Die Muttizettel seien zu schwer zu kontrollieren gewesen, sodass das Hafensturm-Team seiner Verantwortung nicht gerecht werden konnte.
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An diesem Abend störten sich die volljährigen Gäste kaum an der Neuregelung. Ob die betroffenen Jugendlichen dauerhaft Verständnis zeigen, ist eine andere Frage. Immerhin gilt der Hafensturm als einer der letzten Orte in der Umgebung, an dem junge Menschen unter freiem Himmel groß feiern können.
Wer die magische Nacht verpasst hat oder am Einlass gescheitert ist, muss sich nun wieder nach dem Mondkalender richten: Die nächste „Full Moon Party” folgt Ende Mai. Für das nächste Event bleibt zu hoffen, dass die Gäste wieder unter einem ebenso klaren Himmel anstoßen können wie in dieser letzten Aprilnacht des Jahres.







