Duisburg steht in einem aktuellen bundesweiten Vergleich der Großstädte an der Spitze. Allerdings bei einem gesundheitlichen Thema: dem Anteil von Menschen mit Adipositas – umgangssprachlich auch Fettleibigkeit genannt. Das zeigt eine Analyse des Health-Tech-Unternehmens voy.

Täglich (außer Samstag)

Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Demnach sind 11,52 Prozent der Duisburgerinnen und Duisburger von Adipositas betroffen. Damit belegt die Stadt den ersten Platz unter den 20 größten Städten Deutschlands – und liegt klar über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,5 Prozent.

[Wir schicken Ihnen jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps. Hier können Sie den Duisburg-Newsletter bestellen.]

Übergewicht: Nicht nur Duisburg liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt

Adipositas ist eine schwere Form von Übergewicht und gilt als chronische Krankheit. Sie erhöht das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen, darunter Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck.

Auch andere Städte im Ruhrgebiet liegen laut der Analyse über dem Bundesdurchschnitt. So beträgt der Anteil in Essen 11,36 Prozent. Deutlich niedrigere Werte finden sich hingegen vor allem in Süddeutschland und an klassischen Universitätsstandorten. Den niedrigsten Wert hat Münster mit 6,90 Prozent.

Für die Auswertung wurden Daten aus dem Gesundheitsatlas Deutschland herangezogen, die die Anzahl der Menschen mit Adipositas abbilden. Diese wurden anschließend mit den aktuellen Bevölkerungszahlen der jeweiligen Städte kombiniert, um vergleichbare Werte zu berechnen.

Auch interessant für Sie? 5 viel gelesene Duisburg-Artikel:

Adipositas als gesellschaftliche Herausforderung

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Adipositas längst kein individuelles Randthema mehr ist“, erklärt Dr. Sarah Bechstein, Mitgründerin von Voy. Vielmehr handele es sich um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Adipositas  ist eine schwere Form von Übergewicht und gilt als chronische Krankheit.
Adipositas  ist eine schwere Form von Übergewicht und gilt als chronische Krankheit.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND

Bechstein betont, dass regionale Unterschiede unter anderem durch Faktoren wie Einkommen, Gesundheitsbildung, Zugang zu Präventionsangeboten und Lebensstil beeinflusst werden. „Umso wichtiger sind niederschwellige Aufklärung, moderne medizinische Unterstützung und ein offener gesellschaftlicher Umgang mit dem Thema.“