Wer sich nicht ausweisen kann, muss ab sofort draußen bleiben: Das beliebte Freibad Kruppsee im Duisburger Westen greift jetzt zu härteren Regeln beim Einlass. Hintergrund ist ein Randale-Vorfall mit Jugendlichen.

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Am vergangenen Sonntag musste das Sicherheitspersonal eine größere Jugendgruppe des Freibads verweisen. Ein 15-Jähriger habe sich dem Hausverbot aber „vehement widersetzt“, schreibt der Schwimmverein Rheinhausen, der die Anlage betreibt, auf seiner Internetseite.
Randale im Freibad Kruppsee: Jugendlicher beleidigte Polizisten
Auch die Duisburger Polizei informierte über den Fall, weil Beamte am Sonntagabend zur Bachstraße in Friemersheim ausrücken und Platzverweise aussprechen mussten. Der Teenager wehrte sich weiter, beleidigte Polizisten und wurde zur Wache gebracht. Daraufhin kassierte er eine Anzeige.
Zwei Tage später reagiert der Verein: „Da wir keinerlei Missachtung unserer Badeordnung oder der Ordnungskräfte tolerieren, greifen ab sofort konsequente Neuregelungen für die Öffentlichkeit.“

Einlass nur noch mit Ausweis
Kinder bis 14 Jahre dürfen jetzt nicht mehr alleine ins Bad, sondern nur noch in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder eines anderen Erwachsenen. 15- bis 17-Jährige müssen eine Einverständniserklärung samt Ausweis der Eltern mitbringen.
In der Erklärung stehen die Einlass- und Verhaltensregeln und ein deutlicher Hinweis, dass bei schweren Verstößen „ein sofortiges Hausverbot erteilt und ausnahmslos Strafanzeige gestellt“ wird. Eltern müssen eine Telefonnummer für Notfälle angeben und unterschreiben.
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Und generell gilt: Jeder Gast ab zwölf Jahren muss sich ausweisen können. Der Betreiber akzeptiert keine Fotos von Ausweisen auf dem Smartphone, sondern nur amtliche Dokumente mit Lichtbild – neben dem Personalausweis zählen etwa auch der Reisepass oder ein Schülerausweis mit Stempel und Bild dazu.
Außerdem öffnet das Freibad samstags, sonntags und in den Sommerferien für die Öffentlichkeit nun eine Stunde später – um 12 Uhr statt um 11 Uhr. Kassenschluss ist weiterhin um 18.30 Uhr. Unter der Woche und außerhalb der Ferien bleiben die Öffnungszeiten gleich.
Bad-Betreiber: „Wir bedauern diese Schritte“
Mitglieder des Schwimmvereins sind von den neuen Regeln ausgenommen. Sie dürfen weiter ab 9 Uhr schwimmen beziehungsweise dienstags und donnerstags ab 6.30 Uhr.
„Wir bedauern diese Schritte für unsere treuen Badegäste zutiefst“, schreibt der Betreiber in den sozialen Medien. Das Freibad stehe für ein „familiäres, friedliches und sicheres Miteinander“. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gemeinschaft hätten oberste Priorität. Die konsequenten Maßnahmen seien nötig, „um diesen Charakter und den Schutz all unserer großen und kleinen Badegäste auch in Zukunft lückenlos zu garantieren“.
Alleine ist der SV Rheinhausen mit solchen Einlassregeln nicht. Erst kürzlich haben drei Bäder in Herne ebenfalls Ausweiskontrollen eingeführt, nachdem einzelne Gäste gegenüber dem Personal aggressiv geworden waren. In Essen griffen manche Bäder bereits vor zwei Jahren zu diesem Schritt.





