In der Nacht zu Samstag ist ein Mann vor dem Weißen Riesen in Hochheide niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Tat ist offenbar ein Streit vorausgegangen. Die Leitstelle der Polizei bestätigt, dass Beamte gegen 2.20 Uhr zum Problemhaus an der Ottostraße 58-64 ausgerückt sind.
Blutiger Streit am Weißen Riesen: Opfer schwebte nicht in Lebensgefahr
„Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und die Ermittlungen begonnen“, erklärt Staatsanwalt Martin Mende im Gespräch mit unserer Redaktion. Noch bis Samstagmittag war die Spurensicherung vor Ort. Außerdem wurden erste Zeugen befragt.
Das Opfer sei nach jetzigen Erkenntnissen mit einem Messer attackiert worden. „Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er war nicht in akuter Lebensgefahr“, sagt Mende. Ob er sich immer noch in einer Klinik befindet, ist nicht bekannt.

Markierungen auf der Straße lassen darauf schließen, dass sich das Opfer vom Hochhaus bis zur Kreuzung Ottostraße/Moerser Straße geschleppt hat. Die Polizei hat die lange Blutspur mit gelber Farbe markiert. An der Kreuzung wurde der verletzte Mann offenbar von Rettungskräften vorgefunden und versorgt. Auf Fotos sind neben einem großen Blutfleck auch die Überreste von Erste-Hilfe-Material zu sehen.
Anfangs hatte es verwirrende Informationen von den Behörden gegeben: Bei einem ersten Anruf unserer Redaktion bei der Polizei-Leitstelle sprach eine Beamtin von einem „größeren Einsatz in der Nacht“. Außerdem seien morgens noch Beamte zur Spurensicherung und Zeugenbefragung vor Ort gewesen. Worum es dabei ging, wollte sie nicht sagen. Bei einem zweiten Anruf teilte ein Beamter mit, es sei „kein Großeinsatz bekannt“. Es habe aber Streitigkeiten am Weißen Riesen gegeben.

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Auch die Staatsanwaltschaft hielt sich zunächst bedeckt. Im Laufe des Samstags konnte sie die verwirrenden Angaben geraderücken: Rund eine Stunde nach dem Einsatz wegen des blutigen Streits hat es einen zweiten Einsatz gegeben. Ein Anwohner habe die Polizei erneut zum Weißen Riesen gerufen, weil er Knallgeräusche gehört hatte und diese für Schüsse gehalten hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnten die Beamten die Ursache der Geräusche jedoch nicht lokalisieren. Schüsse seien nicht gefallen. Staatsanwalt Martin Mende geht davon aus, dass die Knallgeräusche mit dem anderen Fall nichts zu tun haben.



