Der Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin erschüttert auch viele Menschen in Duisburg. Hier hatte der Verein „DUPride“ mit der queeren Community und ihren Mitstreitern ebenfalls am Samstag, 25. Juli, den CSD organisiert. Sie hissten am Rathaus die Regenbogenflagge und zogen anschließend mit einer Demo durch die Stadt und feierten den Christopher Street Day weiter am Averdunkplatz mit einem Straßenfest.

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Den Organisator Christian Karus und sein Team hat die Nachricht vom Angriff in Berlin beim Abbauen erreicht. Am Rande des CSD in Berlin war ein Auto in eine Menschenmenge gerast. Mittlerweile spricht die Polizei von einem Anschlag – mutmaßlich islamistisch motiviert. Eine Frau wurde getötet, 29 Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Nach Anschlag auf CDS in Berlin: Große Bestürzung in Duisburg

Alle in der Duisburger Community sind laut Karus bestürzt. Der Vorfall habe deutlich gezeigt, dass queere Menschen „nicht nur Freunde haben“ und dass eine Demonstration und ein Straßenfest für Vielfalt und Gleichberechtigung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „eine potenzielle Gefahr“ sind. „Die Polizei hat uns sehr gut abgesichert“, betont Karus und weiß zu schätzen, „wie gut es uns in Duisburg geht“.

Jetzt erst recht! Wir lassen uns die Duisburger Straßen nicht nehmen, wir lassen uns nicht wegschieben.

Der Vorsitzender des Duisburger Pride-Teams Christian Karus
Christian Karus, Vorsitzender vom Verein DUPride und Mitorganisator des CSD Duisburg

Doch bei der Demo durch die Innenstadt, bei der laut Polizei bis zu 900 Personen in der Spitze teilnahmen und alles friedlich blieb, habe es durchaus Streckenabschnitte gegeben, wo ein Angriff mit einem Auto oder Lastwagen „genauso hätte passieren können“. Dagegen sei der Averdunkplatz als Ort des Straßenfestes etwa durch Antiterrorsperren grundsätzlich gut geschützt.

Bei aller Bestürzung: Für Christian Karus und seinen Verein „DUPride“ bedeuten der Angriff in Berlin aber auch: „Jetzt erst recht! Wir lassen uns die Duisburger Straßen nicht nehmen, wir lassen uns nicht wegschieben.“ Für ihn bleibe die Hoffnung, dass alle Duisburgerinnen und Duisburger, die für Menschenrechte einstehen, jetzt umso aktiver und umso lauter werden.

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Denn in Duisburg gebe es trotz reger Beteiligung am CSD und trotz städtischer Unterstützung noch viele Mankos, auf die der friedliche Duisburger Christopher Street Day bei der Demo und bei Podiumsdiskussionen hingewiesen habe. „Die Regenbogenflagge ist nicht nur ein Symbol, sie ist ein Schutzversprechen.“

Für die Opfer von Berlin ruft die queere Community zu einer Mahnwache auf, sie beginnt am Sonntagabend, 26. Juli, um 18 Uhr am Rathaus (Burgplatz 19).