Zusammenfassung
- Im Duisburger Innenhafen lädt der Duispool an heißen Tagen zum kostenlosen Schwimmen ein.
- Zu den Öffnungszeiten am Wochenende werden Aqua-Kurse und besondere Aktionen wie Aqua-Party oder DJ-Events angeboten.
- Die Saison läuft bis zum 6. September, eine vorherige Anmeldung für Kurse ist online oder telefonisch möglich.
Die nächste Hitzewelle rollt auf Duisburg zu. Die Temperaturen nähern sich in den nächsten Tagen wieder der 30-Grad-Marke. Zum Glück gibt es derzeit im Innenhafen das coolste Freibad der Stadt – und das kühlste auch. Freitags, samstags und sonntags ist der Duispool geöffnet. So wollen die Organisatoren den Duisburgerinnen und Duisburg Abkühlung verschaffen.

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„Uuuh“, bibbert eine Duisburgerin, als sie die Leiter ins 3,70 Meter tiefe Innenhafen-Becken hinabsteigt. Sie nimmt an einem der Aqua-Kurse teil, die vom Sportbildungswerk immer samstags angeboten werden. Ein bisschen Überwindung ist schon nötig. Dann lässt sie sich ins Wasser gleiten. Ein blauer Gurt um die Hüfte gibt Auftrieb. Wie viel Grad das grünlich schimmernde Nass nun genau hat, lässt sich nicht sagen. Aber die Sonne scheint morgens schon und wärmt das Gesicht.
Martina ist extra aus Essen angereist. Sie hat durch Zufall vom Duispool erfahren und sich deshalb angemeldet. „Ich beneide die Duisburger immer ein bisschen wegen ihrer vielen Seen und Schwimmgelegenheiten“, sagt sie. Sie ist zum ersten Mal hier. Am Baldeneysee gebe es zwar eine kleine Badestelle und auch das Werksschwimmbad auf Zollverein sei besonders. Aber Duisburg habe mehr zu bieten.
Im Duisburger Innenhafen sind drei Rettungsschwimmer im Einsatz

Silke wohnt in der Duisserner Nachbarschaft und hat 2025 oft die Gelegenheit genutzt, vor ihrer Haustür ins umfunktionierte Schwimmbecken zu springen. Dies liegt wieder zwischen Faktorei und Brauhaus. „Ich hab‘ natürlich auch die Petition mitunterschrieben, dass wir dieses Jahr wieder einen Pool bekommen“, erklärt sie.
Dass es so kommt, war lange nicht klar. Zu Ferienbeginn gab es dann die frohe Botschaft. Silke freut sich, aber: „Klar ist es schade, dass die Öffnungszeiten nun etwas eingeschränkter sind und es zum Beispiel keine Gelegenheit gibt, mit dem Stand-up-Paddle-Board aufs Wasser zu gehen.“ Die Nachfrage wäre da, der SUP-Kurs vom Bildungswerk war ratzfatz ausgebucht.
„Aqua-Angebote laufen immer gut“, weiß Trainerin Larissa Rudolphs, die sich gerade für die Stunde parat macht. Sie arbeitet beim Sportbildungswerk, gibt aber auch Kurse – in der Halle oder am Beckenrand. Outdoor ist das auch für sie eine neue Erfahrung. Aus den Boxen schallt Gute-Laune-Musik. In einer riesigen Tasche hat sie Poolnudeln dabei und wabbelige Hanteln. Unter Wasser erzeugen die erstaunlich viel Widerstand.
Große Nachfrage nach SUP- und Aqua-Kursen
„Pusht mal nach vorn“, ruft sie den Teilnehmern zu, und die bewegen die Arme vor und zurück. Bloß nicht loslassen, sonst würden sie schnell auf den Boden sinken. Dann sollen Hobbysportler im Kreis durchs Wasser joggen. Die Enten und Gänse, die vor der Stunde noch ihre Bahnen zogen, haben sich längst verkrümelt.
„Die Wasserqualität ist viel besser als ich es erwartet hätte“, beschreibt Doris. Auch sie ist eine Pool-Nachbarin und wohnt im Innenhafen. 2025, als das Schwimmbad noch eine Kunstaktion war, hatte sie gerade Urlaub. „Für uns ist das super praktisch“, findet sie. Umkleiden und Duschen gibt es vor Ort nicht. Aber nach Hause hat sie es ja nicht weit. Ihr Fazit nach der ersten Aqua-Stunde: „Erfrischend. Ich spring‘ bestimmt noch einmal in den Pool.“
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Die Saison am Innenhafen geht in diesem Jahr bis zum 6. September. Das Gratis-Freibad ist freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Drei Rettungsschwimmer führen Aufsicht. Wer an anderen Tagen abtaucht und dabei erwischt wird, riskiert eine Anzeige.
Für den Aqua-Jogging-Kurs am 8. August, Start 9.30 Uhr, gibt es noch freie Plätze. Auch an der Aqua-Party am 22. August, Beginn 9.30 Uhr, kann man noch teilnehmen. Anmelden können sich Interessierte online auf der Seite www. sportbildungswerk-nrw.de/duisburg oder telefonisch unter 0203/3000883.
Das Künstlerkollektiv Transurban, das im vergangenen Jahr die Idee für den Pool hatte, will an einigen Samstagen für ein Rahmenprogramm samt DJ und Kiosk sorgen.
Dieser Artikel ist erstmals am 29. Juli erschienen.





