Wer über das lange Wochenende in die Niederlande fährt, der sollte im Straßenverkehr gut aufpassen und seine Geschwindigkeit mäßigen. Seit geraumer Zeit gilt auf niederländischen Autobahnen ja schon eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h. Seit Montag gilt aber auch noch eine so genannte „Trajectcontrole“ (Abstandsmessung) im Baustellenbereich. Wer schneller als 70 km/h fährt, der muss zahlen.
Wo 70 km/h gilt, gilt auch 70 km/h
Bislang wurden Abstandsmessungen für Baustellenbereiche noch nicht angepasst. Wer in eine Tempo 70-Zone reinfuhr, der konnte davon ausgehen, dass die sich Geschwindigkeitsmessung auf die Normgeschwindigkeit von 100 km/h bezog. Damit ist nun Schluss. Die Verkehrsbehörde Rijkswaterstaat misst seit Montag in Baustellenbereichen die tatsächlich zulässige Geschwindigkeit. Bei der so genannten „Trajectcontrole“ werden Autofahrer an zwei Punkten einer Strecke gefilmt und dann wird die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Teilstück errechnet. So wird der Autofahrer gezwungen, auf der gesamten Strecke die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu fahren - und nicht nur am Blitzer.
Bußgelder können hoch ausfallen
Die neuen Messungen werden ab sofort unter anderem auf der A12 bei Arnheim angewandt. Die Tageszeitung De Gelderlander berichtet, dass die Bußgelder in diesem Bereich ziemlich happig ausfallen können, da im Baustellenbereich mit einer erhöhten Gefahr für die Bauarbeiter auszugehen ist. Wer also mit 80 km/h in der 70er Zone fährt, ist muss 38 Euro bezahlen. Fährt man 110, wo man normalerweise nur 100 fahren darf, sind 33 Euro fällig.
Die angepassten Geschwindigkeitsmessungen sollen in einem ersten Schritt für große Dauerbaustellen gelten.


