Großer Einsatz in Emmerich: Am Sonntag, 2. Oktober, gegen 21.31 Uhr wurde die Polizei über einen Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Wollenweberstraße informiert. Beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte war eine starke Rauchentwicklung erkennbar. Die Feuerwehr Emmerich, die mit 60 Einsatzkräften vor Ort war, begann unmittelbar mit den Löscharbeiten. Gleichzeitig wurden mehrere Personen mittels der Drehleiter aus dem Haus gerettet.
Bewohner in Notunterkünften untergebracht
Durch Rauchgas-Intoxikation wurden vier Menschen schwer verletzt und werden stationär im Krankenhaus behandelt, darunter ein 13-jähriges Mädchen, schildert die Polizei. Eine der schwerstverletzten Personen wurde in der Nacht noch per Rettungshubschrauber in eine Fachklinik verlegt, so die Feuerwehr. Aus Sicht der Feuerwehr sind die Verletzungen bei zwei Personen als lebensgefährlich einzustufen. Fünf weitere Personen erlitten ebenfalls durch das Einatmen von Rauchgas leichte Verletzungen.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei, zu denen auch ein Brandsachverständiger hinzugezogen wird. Das Brandhaus sowie ein angrenzendes Haus sind derzeit nicht bewohnbar, durch die Stadt Emmerich wurden die Bewohner an anderen Örtlichkeiten untergebracht.
Schwierige Bedingungen für Einsatzkräfte
Die Feuerwehr erfuhr bereits bei der Anfahrt durch die Leitstelle, dass es bereits viele Anrufe gegeben habe bezüglich des Brandes, und dass sich vermutlich noch Personen im Gebäude befinden. Infolge dieser Rückmeldung wurde zusätzlich die Einheit Vrasselt alarmiert.
Ein Vorgehen der Trupps war aufgrund des massiven Brandereignisses mit schlechten Sichtverhältnissen und sehr hohen Temperaturen erschwert und nur durch eine zeitgleiche Brandbekämpfung möglich. Die Trupps mit dem Auftrag zur Menschenrettung im Gebäude konnten eine Person aus der Brandwohnung retten und dem Rettungsdienst übergeben.
Feuerwehrmann nach Rauchgasunfall wohlauf
Bei einem der leichtverletzten Personen handelte es sich um einen Feuerwehrmann, der sich im Zuge der Menschenrettung aus dem Gebäude leicht verletzte, da er Rauchgase eingeatmet hat. Dieser verblieb zur Kontrolle über Nacht im Krankenhaus, ist aber mittlerweile wieder wohlauf zu Hause.

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Nachdem alle Wohnungen im Gebäude auf Personen kontrolliert wurden, konnten sich die Wehrleute weiter auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Hierzu wurden weitere Trupps unter Atemschutz im Gebäude und über die Drehleiter eingesetzt.
Risse im Nachbargebäude entdeckt
Zum Ende der Löschmaßnahmen wurden im Nachbargebäude Schäden in Form von Rissen in den Wänden festgestellt. Um diese Schäden zu begutachten, zog der Einsatzleiter den Fachberater Bau des Technischen Hilfswerkes hinzu.
Gegen 1.15 Uhr konnte die Feuerwehr Emmerich am Rhein den Einsatz beenden und die Einsatzstelle der Kriminalpolizei übergeben.





