Das St. Willibrord-Spital Emmerich hat seine bisherige Laborstruktur neu aufgestellt und bindet seit Ende des vergangenen Jahres das Zentrallabor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums in seine diagnostischen Prozesse ein. Ziel der Umstellung sei es, die labormedizinische Versorgung langfristig qualitativ hochwertig, effizient und zukunftssicher aufzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Laborkooperation ermögliche schnellere und präzisere Diagnosen
Durch die Kooperation würden Laboranalysen gebündelt und zentral durchgeführt. Moderne Medizintechnik, standardisierte Abläufe sowie eine hohe fachliche Spezialisierung sorgten dafür, dass Laborergebnisse rund um die Uhr schnell und zuverlässig zur Verfügung stehen, so das Willibrord-Spital weiter. Ergänzt werde die Kooperation durch ein internes Point-of-Care-Konzept, welches es ermögliche, definierte Blutparameter in kurzer Zeit direkt in der versorgenden Abteilung zu ermitteln.
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„Mit der Anbindung an das externe Zentrallabor des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums setzen wir bewusst auf eine starke und verlässliche Kooperation. Sie ermöglicht uns, labormedizinische Leistungen auf höchstem Qualitätsniveau sicherzustellen und gleichzeitig unsere Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Entscheidend ist dabei: Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von schnellen, verlässlichen Ergebnissen und einer weiterhin eng verzahnten Versorgung“, freut sich Iris Nötling, Geschäftsführerin St. Willibrord-Spital Emmerich.
Labordiagnostik bleibt durch enge Abstimmung nahtlos integriert
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Die externe Laborlösung ermögliche eine optimierte Ressourcennutzung und stärke zugleich die Versorgungsqualität für die Patientinnen und Patienten des Krankenhauses, heißt es weiter. Eine enge organisatorische und medizinische Abstimmung zwischen dem St. Willibrord-Spital und dem Zentrallabor stelle sicher, dass die Labordiagnostik nahtlos in den klinischen Alltag integriert bleibe.
Das war im Herbst 2025 geschehen
Im Herbst 2025 sorgte die Schließung des Labors am Willibrord-Spital für Aufsehen. Zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen des Labors gab es unterschiedliche Auffassungen über die Qualität der Arbeit. Auch werden die Vorgänge, die dazu führten, dass neun Mitarbeiterinnen Angebote für andere Stellen im Haus nicht annahmen und gingen, unterschiedlich beurteilt.
Besonders die Aussage, dass die Qualität der Diagnostik mit Point-of-Care-Geräten in der Zentralen Notaufnahme und auf der Intensivstation verbessert wurde, erregte die Gemüter der gekündigten Mitarbeiterinnen. Das Spital befand sich damals noch im Insolvenzverfahren und nutzte die Möglichkeit der abfindungsfreien Kündigungszeit. Erst danach sei ermöglicht worden, sich auf schlechter bezahlte Stellen in der Sterilisation zu bewerben.
Geschäftsführer Elmar H. Willibrand entgegnete dem, dass letztendlich nur eine höhere Abfindung gefordert wurde. Der Ruf nach einer sozialverträglichen Lösung habe außer Acht gelassen, dass dem Insolvenzverwalter diese Möglichkeit nicht zur Verfügung stand.
„Seit Juli 2025 versorgt unser Zentrallabor das Emmericher Krankenhaus bereits zuverlässig mit Blutkonserven sowie labordiagnostischen Leistungen in den Bereichen Immunhämatologie und Transfusionswesen. Seit dem 30. Dezember 2025 wird zudem die gesamte Labordiagnostik des Willibrord-Spitals über unser Zentrallabor abgewickelt. Technisch und personell sind wir dafür sehr gut aufgestellt und können auch dieses Haus ab sofort mit qualitätsgesicherten Laborergebnissen versorgen“, so Anette Abraham, Leitung des Zentrallabors der Karl-Leisner-Kliniken.
Sadık Taştan deutet weitere Kooperationen an

Sadık Taştan, Sprecher der Geschäftsführung der Karl-Leisner-Trägergesellschaft, ordnet die Zusammenarbeit in einem größeren Rahmen ein: „Wir werden unser Angebot in den kommenden Jahren nicht nur im Kernbereich der Krankenhäuser, sondern auch bei Dienstleistungen für unsere Partner und Zusatzangeboten für die Menschen am Niederrhein stark ausbauen. Die Kooperation unseres Zentrallabors mit St. Willibrord hebt gemeinsame Synergien und stärkt die Gesundheitslandschaft im Kreis Kleve. Wir bedanken uns für das Vertrauen und freuen uns auf den Ausbau der gemeinsamen Zusammenarbeit.“
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Mit der Anbindung an das externe Zentrallabor setze das St. Willibrord-Spital Emmerich auf eine leistungsfähige und nachhaltige Lösung in der Labordiagnostik und stärke seine medizinische Leistungsfähigkeit in der Region, schreibt das Willibrord-Spital abschließend.





