Monate vom nächsten Weihnachtsfest entfernt, hatte die Essener Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen ein Weihnachtsthema auf dem Tisch. Die Frage aus der Bezirkspolitik: Ob man nicht, im Zuge des geplanten Umbaus des Stoppenberger Barbarossaplatzes, einfach einen „festen Tannenbaum“ pflanzen könne?

Täglich (außer Samstag)
Essen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Dieser Wunsch sei vonseiten der Werbegemeinschaft geäußert worden, hieß es in einer Sitzung der Bezirksvertretung 6. Auf anderen Plätzen im Stadtgebiet sei bereits eine solche Pflanzung erfolgt. Dies sei nicht nur nachhaltig, sondern erspare den Organisatoren den jährlichen Aufwand bei der Aufstellung eines temporären Weihnachtsbaumes und damit auch Kosten.
Essener Verwaltung: Kein Baumbeet am Bürgerforum vorgesehen
Die Verwaltung jedoch erteilte dem Ansinnen eine deutliche Absage: Auf Anfrage teilte Tobias Quiram vom städtischen Presseamt mit, dass man nach Abstimmung mit dem beauftragten Planungsbüro sowie Grün und Gruga von der Pflanzung eines Nadelbaumes auf dem Barbarossaplatz abrate. „Maßgeblich hierfür sind sowohl technische als auch gestalterische Gründe.“
+++ Social Media: Facebook, Instagram, WhatsApp und Tiktok | Unsere Schwerpunkte: Polizei- und Feuerwehr + Innenstadt + Rot-Weiss Essen + Lokalsport | Nachrichten aus ganz Essen: Süd + Rüttenscheid + Nord + Ost + Kettwig und Werden + Borbeck und West +++
Da geplant ist, das Bürgerforum auf dem Platz vollständig zu pflastern, um es „multifunktional“ zu nutzen, ist dort kein Baumbeet vorgesehen. Würde man ein solches anlegen, erklärt Quiram, würde das die angestrebte Nutzung der Fläche „erheblich einschränken“. Als Beispiel nennt er den regelmäßig stattfindenden Wochenmarkt, der ebenso wie andere Veranstaltungen beeinträchtigt wäre, wenn Stell- und Bewegungsflächen dauerhaft entfallen würden.
Kein geeigneter Standort auf dem Barbarossaplatz
Im südlich angrenzenden Barbarossagarten soll eine Wiesenfläche entstehen. Doch auch an dieser Stelle biete sich keine Baumpflanzung an, so Tobias Quiram weiter. „Aufgrund der vorhandenen Bodenverhältnisse ist eine natürliche Versickerung von Niederschlagswasser dort nicht möglich.“ An dieser Stelle sei eine technische Drainage- und Unterbaustruktur vorgesehen, damit die Fläche auch nach Regenfällen für Veranstaltungen nutzbar und dauerhaft begehbar sei.
- Die Lokalredaktion Essen ist auch bei WhatsApp! Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Kanal: direkt zum Channel!
Dadurch würden jedoch die Bodenverhältnisse so verändert, dass sie für „die üblichen Weihnachtsbaumarten mit ihren hohen Standortansprüchen, insbesondere hinsichtlich Bodenluft, Wasserhaushalt und geringer Verdichtung“ nicht geeignet seien.
Darüberhinaus seien diese Arten unter „stadtökologischen Gesichtspunkten“ nur eingeschränkt standortgerecht. Auch zu dem gestalterischen Konzept des Platzumbaus würde ein solcher Nadelbaum im Widerspruch stehen: Die Baumstruktur des Barbarossaplatzes sei durch Laubbäume geprägt, so Quiram. Demnach sei „aus den genannten fachlichen Gründen“ von der dauerhaften Pflanzung eines „Weihnachtsbaums“ auf dem Barbarossaplatz abzusehen.




