Geschichte lebendig halten und gerade für Kinder erlebbar machen – das hat sich der Geschichts- und Kulturverein Werden für 2026 verstärkt auf die Fahnen geschrieben. Dazu gibt es einen Workshop unter dem Titel „Rein ins Foto“. Der ist kostenlos, findet am Montag, 15. Juni, ab 17 Uhr statt und richtet sich an Mädchen und Jungen im Grundschulalter.

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Wer in der Werdener Altstadt unterwegs ist, trifft an vielen Ecken auf die großformatigen Fotos. Diese hängen an den Fassaden und vermitteln den Passanten einen Blick in das Leben in Werden vor 100 Jahren. Da gibt es beispielsweise einen Bierwagen mit Pferdegespann, Jungs, die in der alten Flussbadeanstalt ihren Spaß haben, viel Getümmel auf dem Marktplatz oder Menschen, die auf der zugefrorenen Ruhr Schlittschuh laufen.
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Das Leben vor 100 Jahren
Die Fotos stammen von Albert Mittweg (1852-1930). Er führte eine Weinhandlung, war ein bekannter Politiker und Mitbegründer der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. Außerdem war er leidenschaftlicher Fotograf. Seine umfangreiche Sammlung wird vom Geschichtsverein aufbereitet. Ein Projekt ist die öffentliche Präsentation, die der Werdener Historiker Norbert Fabisch angeregt und organisiert hat.
Auf vielen dieser Fotos sind auch Kinder abgelichtet. Mit ihren Gesten, ihrer Körperhaltung, ihrer Kleidung und ihren Gesichtern kommunizieren sie auch heute noch ausdrucksstark mit den Betrachtern. Die Geschichtsvereinsmitglieder Annette Bünz und Edith Tekolf laden nun Kinder im Alter zwischen acht und zehn Jahren und ihre erwachsene Begleitung dazu ein, in den ausgewählten Fotos durch Gespräch und eigenes Tun Spannendes zu entdecken. Was erzählt das Bild? Was nicht? Was hat das mit mir zu tun?
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Kinder entdecken Fotos interaktiv und bringen eigene Eindrücke ein
„Die Kinder sollen mit den Bildern in Interaktion treten und Inhalte hinterfragen“, erläutert Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Lach, der sich vorstellen kann, dass zum Beispiel Kleidungsstücke oder Holzschuhe für heutige Begriffe als ungewöhnlich angesehen werden. „Die Kinder sollen einfach locker über ihre eigenen Eindrücke ins Reden und Tun kommen“, sagt Edith Tekolf und betont: „Es ist kein Schulunterricht, es gibt keinen pädagogischen Zeigefinger.“ Die Mädchen und Jungen sollen sich vielmehr „ins Foto hineinbegeben und das soll einfach Spaß machen“.
Treffpunkt der Gruppe (maximal 15 Kinder) ist die dm-Passage zwischen Abtei- und Brückstraße in Werden. Schreib- und Mal-Material (Klemmbretter, Papier, Buntstifte) wird gestellt. Anmeldungen sind per E-Mail an tekolf@architektur-baumgartner.de zu richten.
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