Gerade bei gutem Wetter treibt es Essener und Essenerinnen häufig zum Ausmisten, Umbauen und Werkeln. Dabei kommt es zu Abfall, der für den Hausmüll entweder zu sperrig ist oder dort schlichtweg falsch aufgehoben wäre – Platz findet der dann auf einem der Recyclingstandorte im Stadtgebiet. Bei der Entsorgung gibt es für die Nutzer der Höfe jedoch einiges zu beachten, bevor sie ihren Abfall loswerden können, wie die Öffnungszeiten, oder die Arten der angenommenen Abfälle.
Insgesamt acht Recyclingstandorte: Besonders an Samstagen ist der Andrang groß
Im gesamten Stadtgebiet verteilt finden sich die Recyclingstandorte der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), die in Recyclinghöfe, Recyclingstationen und Grünannahmestellen unterschieden werden und dabei verschiedene Abfälle der Essener Privathaushalte zur Wiederverwertung oder Entsorgung annehmen. Rund 460.000 Besucher seien es laut EBE jährlich, die von Schadstoffen über Grünschnitt bis hin zu Bauschutt und Dachpappe ihren Müll entsorgen. Besonders groß ist der Andrang an den Standorten laut EBE „samstags, an Brückentagen sowie nachmittags unter der Woche“. Wer es eilig hat, ist also vormittags unter der Woche am besten beraten.

Recyclinghof Essen-Werden
An der Laupendahler Landstraße 150 zwischen Werden und Kettwig befindet sich einer der beiden Recyclinghöfe in Essen. Montags bis mittwochs und freitags von 8 bis 15 Uhr können hier Altmetall, Wertstoffe, Gartenabfälle, mineralische Abfälle, Elektrogeräte, Altkleider und auch Sperrmüll abgegeben werden. Etwas länger hat der Hof in Werden donnerstags geöffnet, von 9 bis 18 Uhr, und wer unter der Woche keine Zeit findet, hat am letzten Samstag im Monat zwischen 8 und 14 Uhr die Chance, seinen Abfall loszuwerden. Sonntags und an gesetzlichen Feiertagen bleibt der Recyclinghof in Werden, genauso wie alle weiteren Standorte geschlossen.
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Für einige Abfälle fallen an den Recyclinghöfen Gebühren an, die sich nach der Menge und der Art des Abfalls richten. Wichtig zu beachten ist hier, dass sowohl in Werden als auch in Altenessen ausschließlich Barzahlung möglich ist. Altmetall, Elektroschrott und Grünschnitt können aber in haushaltsüblichen Mengen sowohl auf den Recyclinghöfen als auch an den anderen Annahmestellen kostenlos abgegeben werden.
Was machen die EBE eigentlich genau?
Die EBE gehört zu 51 % der Stadt Essen und zu 49 % der REMONDIS GmbH und übernimmt Entsorgungsdienstleistungen der Kommune auf Basis des Entsorgungsvertrags mit der Stadt. Zu den Aufgaben der EBE gehören neben der Abholung der Altpapier-, Restmüll- und Biomülltonnen und dem Stellen der Entsorgungsangebote an den Recyclingstandorten auch die Reinigung öffentlicher Flächen sowie der Winterdienst. Seit 1999 sind die EBE offiziell in Essen operativ
Hier stehen Modernisierungen an: Recyclinghof Altenessen mit Umbauplänen
Der zweite Recyclinghof in Essen ist vermutlich der, der am häufigsten angefahren wird: An der Lierfeldstraße 49 kam es auch in diesem Jahr bereits zu langen Rückstaus und sogar zu einem Polizeieinsatz, bei dem die Abbiegespur zum Hof gesperrt werden musste. Gerade an „Brückentagen und Samstagen mit guter Wetterprognose“ gebe es laut EBE in Altenessen ein hohes Besucheraufkommen.

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Die große Beliebtheit des Standorts an der Lierfeldstraße kommt daher, dass hier so gut wie alle Abfälle angenommen werden. Neben den Abfällen wie Altmetall, die auch in Werden angenommen werden, können Besucher hier Schadstoffe, Dachpappe oder kontaminiertes Holz abgeben, bei denen die Entsorgung umwelttechnisch etwas komplizierter ist. Und auch Gewerbeanlieferungen sind hier aktuell noch möglich. Dienstags bis freitags öffnet der Hof von 7 bis 18 Uhr seine Tore, samstags erst ab 9 Uhr. Montags bleibt der Recyclinghof in Altenessen geschlossen.

Für die langen Autoschlangen an der Lierfeldstraße sorgt aber nicht nur die umfangreiche Abfallannahme. Der Recyclinghof Altenessen wurde 1989 eröffnet und ist dementsprechend nicht nur Essens ältester Wertstoffhof, sondern auch etwas in die Jahre gekommen. Nach Beendigung der Umbaumaßnahmen der Recyclingstation an der Pferdebahnstraße soll der Hof in Altenessen modernisiert werden, um den Betrieb zukünftig zu vereinfachen und zu beschleunigen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem eine Easy-Drop-Bauweise, bei der Besucher auf ein Podestwerk hinauffahren können, um den Abfall in die Container hinunterzuwerfen, und auch eine weitere Zufahrtsspur soll entlasten. Bis zum ersten Quartal 2027 sollen die Baumaßnahmen voraussichtlich beendet sein.
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Recyclingstationen Mitte, Ost und Süd/Ost
Zusätzlich zu den beiden größeren Recyclinghöfen erweitern die Recyclingstationen Mitte (Pferdebahnstraße 32), Ost (Elisenstraße 76) und Süd/Ost (Langenbergerstraße 564) das Angebot der Müllentsorgung der Stadt Essen. Die Standorte Ost und Süd/Ost öffnen Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7.30 bis 15 Uhr, donnerstags sogar bis 18 Uhr, und samstags von 8 bis 13 Uhr für die Entsorgung von Altmetall, Wertstoffen, Gartenabfällen und Elektrogeräten. Die Recyclingstation Süd/Ost nimmt jedoch donnerstags nur bis 15 Uhr Elektrogeräte an. Eine Anhängerlieferung ist bei keinem der Standorte möglich.

Die Annahmestelle am Betriebshof an der Pferdebahnstraße ist aktuell bis voraussichtlich Herbst aufgrund von Umbaumaßnahmen geschlossen. Während der Schließung wird der Standort flächenmäßig erweitert und auch am Angebot soll gearbeitet werden: „Wir bekommen neue Elektroinstallationen, neue Schrankenanlagen und Container und erweitern die Station auf mehr als die doppelte Flächengröße“, erklärt der Geschäftsführer der EBE, Karsten Woidtke, in einer Pressemitteilung. Der Umbau der Pferdebahnstraße soll auch den Recyclinghof in Altenessen entlasten.
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Flexiblere Entsorgungszeiten sollen durch Selfservice in Überruhr ermöglicht werden
Eine Besonderheit für Essener im Besitz eines Smartphones bietet die Annahmestelle Süd/Ost in Überruhr. Seit September 2024 können Nutzer das Tor der Station per MAEX-App öffnen und so auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten – jeweils 10 Minuten nach Schließung bis 22 Uhr beziehungsweise samstags bis 19 Uhr – Papier, Metalle oder Hartkunststoffe entsorgen. Nach einer Registrierung haben Nutzer die Möglichkeit, einen 10-minütigen Zeitslot zu buchen, in dem sich das Tor der Station per Bluetooth öffnen lässt. Die MAEX-App der Entsorgungsbetriebe steht im Apple- und Play-Store zum Download zur Verfügung und soll nach den Modernisierungen auch am Standort an der Lierfeldstraße verfügbar sein.

Schadstoffmobil und Grünannahmestellen vollenden das Entsorgungsangebot in Essen
Das Recycling- und Entsorgungsangebot in Essen schließen die drei Grünannahmestellen in Rellinghausen (Eisenbahnstraße 18), Bochold (Jahnstraße 77) und Katernberg (Stauderstraße 219) ab. Durch die extra Annahmestellen für Grünschnitt soll der Andrang an anderen Recyclingstandorten gemildert werden. Die Öffnungszeiten der Annahmestellen Süd und West in Rellinghausen und Bochold sind Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7.30 bis 15 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 13 Uhr. Die Grünannahmestelle Nord in Katernberg hat Montag bis Freitag zwischen 15 und 17.30 Uhr geöffnet.
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Einen mobilen Standort für die Abgabe von Schadstoffen bietet das Schadstoffmobil, das von Dienstag bis Freitag verschiedene Essener Stadtteile anfährt. Hier können schadstoffhaltige Abfälle, wie Bremsflüssigkeit, Pflanzengifte oder Batterien, aber auch kleine Elektrogeräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 cm in haushaltsüblichen Mengen kostenlos entsorgt werden. Bis zur Abgabe sollten Schadstoffe dabei laut EBE „kühl, trocken und kindersicher“ lagern und diese im Originalgebinde abgeben. Explosive oder radioaktive Stoffe sowie gewerbliche Abfälle werden am Schadstoffmobil nicht angenommen.
Die Termine und Standorte, die das Mobil anfährt, finden Nutzer auf der Webseite der EBE unter https://www.ebe-essen.de/schadstoffmobil/ und auf den sozialen Medien der Entsorgungsbetriebe. Die nächsten Termine des Schadstoffmobils im August sind:
- 4. August: Kleiner Markt, Margarethenhöhe
- 5. August: Marktplatz Schulte-Hinsel-Straße, Überruhr
- 6. August: Parkplatz Hatzper Straße, Haarzopf/Fulerum
- 7. August: Platz der Feintuchwerke, Werden
Wer sich unsicher ist, welchen Müll er an welchem Standort loswird, kann auf das sogenannte Abfall-ABC auf der Homepage der Entsorgungsbetriebe Essen zurückgreifen. Gibt man in der Suchmaske den Gegenstand ein, der zu entsorgen ist, beispielsweise „Kühlschrank“, bekommt man die Annahmestellen angezeigt, die man anfahren kann – in dem Fall die Recyclinghöfe in Altenessen und Werden sowie die Recyclingstation Süd/Ost. Weitere Informationen zum Thema Recycling und Müllentsorgung in Essen gibt es auf der Webseite der EBE: https://www.ebe-essen.de/









