„Ich bin Alkoholiker.“ So beginnt ein Post des Essener Comedians und Influencers Ryko, der seine Erkrankung nun öffentlich gemacht hat. Seit vielen Jahren kämpfe er mit der Krankheit, sei nun seit sechs Wochen trocken und befinde sich in Therapie. Er mache das für sich selbst – aber auch, weil er mittlerweile Verantwortung trage. 200.000 Menschen folgen ihm allein auf Instagram. Die Reichweite dort nutzt er immer wieder, um auf gesellschaftliche Probleme hinzuweisen. Geschlechtergerechtigkeit und toxische Männlichkeit gehören etwa zu seinen Themen.

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In seinem aktuellen Beitrag, den bis Dienstagmorgen mehr als 102.000 Menschen gelikt haben, kritisiert er den Umgang mancher Menschen mit Alkohol – und vor allem mit Alkoholikern wie ihm. Es sei völlig in Ordnung, wenn ihm ein Bier oder ein Schnaps angeboten werde. Wenn er aber sage: „Nein, ich trinke nicht“ und auf seinen Alkoholismus hinweise, kämen oft Sprüche. Er sei kein richtiger Pottler, habe er sich dann schon anhören müssen. Und schlimmer: Alkoholismus sei doch „geil“, wo denn sein Problem sei. Ryko setzt zu einer Tirade an. „Geil“ sei am Alkohol rein gar nichts: „Was ist daran geil? Dass du deine Gefühle nicht unter Kontrolle hast? Dass du, sobald etwas schlecht läuft, dich betäubst bis zum Gegenteil?“ Ryko hingegen „findet es geil, nüchtern zu sein und vor allem diesen Content für euch zu machen“.

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Welle der Solidarität

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Sein großer Wunsch: „Wenn einer sagt, ich sauf’ nicht, dann sollte das ok sein.“ Unter dem Post erfährt Ryko eine Welle der Solidarität. Viele bedanken sich in den mittlerweile mehr als 5000 Kommentaren für seine Offenheit, teilen eigene Geschichten aus ihrem Umfeld und ermutigen Ryko, weiter „durchzuziehen“. Einer schreibt: „Dat is nich Ruhrpott dat man Alkoholiker ist. Dat is Ruhrpott wenne ehrlich bist.“

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