„Was hat dich bloß so ruiniert?“ Die Frage ist berechtigt und mindestens seit drei Jahrzehnten gültig. Es ist 1996, als die Band Die Sterne mit dem gleichnamigen Song auf den Plan tritt und der sogenannten Hamburger Schule um Blumfeld und Tocotronic einen frischen Bildungsauftrag gibt. Am Donnerstag, 30. Juli 2026, heißt es um 20 Uhr in der Zeche Carl in Essen-Altenessen: Sterne gucken.

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Schon drei Jahre vor „ruiniert“ erscheint das erste Album, es trägt den Titel „Wichtig“ – und genau das ist es auch für Freunde deutschen Indiepops mit Tiefgang.

Immer leicht am grooven

Stücke wie „Universal Tellerwäscher“ und Alben mit Titeln wie „Von allen Gedanken schätze ich doch am meisten die interessanten“ machen die Formation um Gründer und Sänger Frank Spilker zu Lieblingen der Szene. Dies auch, weil ihre Musik anders ist als die der vorgenannten Kollegen. Sterne-Songs kommen leichtfüßig daher, meistens groovend und oft funkig.

Nach der Hochphase des kreativen Outputs wird es ab den Nuller-Jahren etwas ruhiger um die Band. Mit „Wenn es Liebe ist“ meldet sich die neu formierte Gruppe mit ihrem 13. Album nun fulminant zurück. Von der ersten Besetzung ist nur noch Frontmann Spilker dabei, doch der hat von seiner scharfsinnigen Lyrik, die doch immer so luftig daherkommt, nichts verloren.

Leichtgängige Systemkritik

„Ich nehme das Amt nicht an“, nimmt der inzwischen 60-Jährige die typisch deutsche Bürokratie in drei Minuten auseinander. Und zwar so, dass es niemand merkt. Fast schon heitere Melodien mit ernsten Texten – das sind eben Die Sterne..

Donnerstag, 30.07.2026, 20 Uhr (Nachholtermin vom 11.06.2026). Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen. Tickets gibt es für 31,80 Euro hier oder an der Abendkasse.