Die Serie an Großbaustellen auf wichtigen Ausfallstraßen Essens reißt nicht ab: Seit Montag (3.8.) ist die Gladbecker Straße (B 224) in Richtung Bottrop ab Höhe Ellernplatz (also kurz nach der Einmündung Berthold-Beitz-Boulevard) bis zur Nootstraße gesperrt. Die Verkehrsführung wird derzeit geändert. Sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen sind, kann der Verkehr dann stadtauswärts einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden, teilten die Stadtwerke Essen am Dienstag mit.

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Nach Aussagen von Roy Daffinger, Unternehmenssprecher Technik der Stadtwerke, ist ein Wasserrohrbruch die Ursache, der massive Ausspülungen unter der Straße nach sich gezogen hat. Die Havarie sei am Montagnachmittag festgestellt worden. Nachdem die Technikerinnen und Techniker der Stadtwerke sich vom Ausmaß der Schäden ein klareres Bild gemacht habe, sei die Straßensperrung unumgänglich gewesen.

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Täglich 45.000 Fahrzeuge auf der Gladbecker Straße unterwegs

Die Sperrung wird absehbar heftige Folgen für den Essener Verkehr haben: Täglich nutzen 45.000 Fahrzeuge die Nord-Süd-Achse B224. Sie ist damit eine der am stärksten befahrenen Hauptverkehrsadern im Stadtgebiet. Es kommt auch ohne Sperrungen regelmäßig zu Staus in beide Richtungen. Nun müsse vor allem der Lkw-Verkehr weiträumig über den Berthold-Beitz-Boulevard umgeleitet werden, so Daffinger. Pkw können das gesperrte Straßenstück derzeit auch kleinräumiger über nahe Alternativrouten umfahren.

Altenessen Süd: Drohnenaufnahmen von der Gladbecker Straße Höhe Ellernplatz. Ab dieser Stelle ist die B224 in Richtung Bottrop voll gesperrt.
Altenessen Süd: Drohnenaufnahmen von der Gladbecker Straße Höhe Ellernplatz. Ab dieser Stelle ist die B224 in Richtung Bottrop voll gesperrt. © FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Trotzdem ist aus dem Polizeipräsidium schon am Dienstagvormittag das Wort „Verkehrschaos“ zu hören. Deswegen bittet ein Polizeisprecher Verkehrsteilnehmer eindringlich, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren. Eine Pendlerin, die die Strecke regelmäßig fährt, berichtet ebenfalls von viel Verkehr vor Ort, der sich in dem Bereich staut.

Einschränkungen auch im öffentlichen Nahverkehr

Auch auf den öffentlichen Nahverkehr hat die Sperrung Folgen. Wie die Ruhrbahn berichtet, müssen die Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) der Linien U11 und U17 eine Umleitung fahren. Die Haltestellen Bamlerstraße und Bäuminghausstraße werden demnach nicht angefahren (mehr generelle Infos zum SEV hier).

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Immerhin fällt der jetzige Schaden in die Ferienzeit, der Berufsverkehr ist spürbar geringer als zu normalen Zeiten. Ob es aber tatsächlich bei der dreiwöchigen Sperrung bleibt, ist noch nicht sicher. Daffinger geht nach jetzigem Stand davon aus, dass das die minimale Zeit ist, die es braucht, um den Schaden am Rohr zu beheben und die ausgespülten Räume unter den Straßen wieder so zu verfüllen und den Grund so zu verfestigen, dass die Straße wieder der Belastung standhält. (mit jop)