An der Barkhovenallee in Essen-Heidhausen sollen bald schwere Baumaschinen anrollen. Der Abriss der ehemaligen LVR-Klinik beginnt. Er wird voraussichtlich bis Mitte 2027 dauern. Das hat die LVR-Universitätsklinik jetzt offiziell angekündigt.
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Demnach startet die Großbaustelle rund um die ungenutzten Gebäude im Herbst: Für Oktober 2026 seien Unternehmen mit dem Beginn der Abriss- und Bergbauarbeiten beauftragt, heißt es in der Mitteilung. Die geplante Baustraße für Fahrzeuge, die an den Abrissarbeiten beteiligt sind, werde von der Barkhovenallee/Ecke An der Braut schräg über das Feld zu den Bestandsgebäuden verlaufen.
Vor Abriss der LVR-Klinik in Essen-Heidhausen: Bergbauschäden
Auf dem gesamten Gelände müsse dann erst der Untergrund bergbautechnisch geprüft und gegebenenfalls gesichert werden – etwa durch Verfüllen alter Schächte. Im Juni waren an den Grundstücksgrenzen Schilder aufgestellt worden, die vor „Einsturzgefahr durch Bergbauschäden“ warnen. Ein Gutachten hatte ergeben, dass Tagesbrüche drohen. Das Areal soll nicht mehr betreten werden.
„Mitte September, vor Beginn der Abbrucharbeiten, werden an einem Bestandsgebäude (Technikgebäude neben dem Bauernhaus) Fledermauskästen aufgehängt“, kündigt die LVR-Universitätsklinik jetzt an. Schrittweise werden dann das Hauptgebäude und die beiden kleineren Nebengebäude entkernt und abgerissen. Im Sommer 2027 soll der Abbruch abgeschlossen sein.
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Kosten trägt das Land
An derselben Stelle plant das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) den Bau einer neuen forensischen Klinik, in der dann 69 psychisch kranke Straftäterinnen – ausschließlich Frauen – therapiert und betreut werden. Träger und Betreiber wird der Landschaftsverband Rheinland (LVR) sein.

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Während der Abriss näher rückt, halten die Forensik-Gegnerinnen und -Gegner den Druck hoch. Die Bürgerinitiative Barkhovenallee will Akteneinsicht gerichtlich durchsetzen, um die Standort-Entscheidung zu sezieren. Auf politischer Ebene hat sich kürzlich der Essener FDP-Landtagsabgeordnete Ralf Witzel an die Seite der Forensik-Kritiker gestellt. Auf eine seiner Anfragen bezifferte das NRW-Gesundheitsministerium die Abrisskosten auf rund 1,6 Millionen Euro, plus 600.000 Euro für die Untersuchung und Behebung von Bergbauschäden. Diese Kosten trägt das Land. Der Abriss ist beschlossen, unabhängig von der Frage, ob und wann der Neubau errichtet wird.




