Bis 2050 wollen die Staaten der EU annähernd klimaneutral sein. Der Weg dahin erfordert große Anstrengungen, auch in Deutschland. Stichworte sind hier neben der Energie-, vor allem die Wärmeund Mobilitätswende sowie der Ressourcenschutz. Kommunale Unternehmen, wie die Stadtwerke Goch, leisten hier einen maßgeblichen Beitrag vor Ort.

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Um diese Anstrengungen zu würdigen, hat die Redaktion der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) zum fünften Mal den bundesweiten „ZfK-Nachhaltigkeits-Award“ vergeben. Nun fand in Berlin die ZfK-Nachhaltigkeitskonferenz statt. Die Zeitung für kommunale Wirtschaft ist aus dem Energiebereich unter den ersten 66 größten Fachmedien gelistet und liegt bei einer Auflage von rd. 14.400 verkauften Exemplaren.

„Ohne kommunale Unternehmen können die ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele in Deutschland nicht erreicht werden. Wir wollen mit dem Preis Vorzeigeprojekte sichtbar machen und andere zum Nachahmen motivieren“, sagt Carsten Wagner, Geschäftsführer des VKU-Verlags, der die ZfK herausgibt.

Das Projekt „Dorfauto“ wird bei Mobilität mit Gold ausgezeichnet

Knapp 70 Bewerbungen wurden beim diesjährigen Wettbewerb eingereicht. Auszeichnungen in Bronze, Silber und Gold wurden in den Kategorien, Digitalisierung, Energie, Entsorgung, Mobilität und Wasser/Abwasser vorgenommen.

Die Ehrenamtler der Dorfautogemeinschaften Hassum/Hommersum und Kessel mit dem Team der Stadtwerke Goch.
Die Ehrenamtler der Dorfautogemeinschaften Hassum/Hommersum und Kessel mit dem Team der Stadtwerke Goch.© Stadtwerke Goch

In der Kategorie Mobilität geht der Award in Gold an die Stadtwerke Goch mit dem „Dorfauto“-Projekt. Das Dorfauto fährt mittlerweile in fünf Gocher Ortsteilen – in Hassum, Hommersum, Kessel, Asperden und Pfalzdorf. Über 50 ehrenamtliche Fahrer und Koordinatoren sind Teil des Dorfautoteams und setzen die Fahrten um. Das E-Auto wird kostenfrei von den Stadtwerken Goch zur Verfügung gestellt. In den ländlich geprägten Ortsteilen der Stadt leben viele eingeschränkt mobile Menschen.

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Die in diesem Projekt gelebte Nachbarschaftshilfe ermöglicht diesen, die Teilnahme am öffentlichen Leben, das Wahrnehmen von Terminen außerhalb des Dorfes, Arztbesuche, Familienbesuche oder das Einkaufen in der Gocher Innenstadt.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Mein Dank gilt besonders allen ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Einsatz, das Projekt zum Leben erwecken. Es ist schön zu sehen, dass das Engagement der Dorfgemeinschaften und der Stadtwerke Goch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden ist und ausgezeichnet wurde“, äußert sich Carlo Marks, Geschäftsführer der Stadtwerke Goch, zu der Auszeichnung.

Auszeichnung in der Hauptstadt Berlin durch Franziska Giffey

Die Bedeutung der Themen auf der Konferenz wurden mit dem Besuch von Franziska Giffey, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, hervorgehoben, die die Gäste aus ganz Deutschland in der Hauptstadt willkommen hieß und die Preisträger ehrte.