Dies war wahrlich kein alltäglicher Polizeieinsatz: Am frühen Donnerstagmorgen gegen 3.50 Uhr erhielten die Kollegen der Polizeiwache Kleve die Alarmierung, zur Felix-Roeloffs-Straße an der Grenze zwischen Kleve und Bedburg-Hau zu fahren. Dort sei eine Katze angefahren worden, hatte ein Autofahrer gemeldet.

Die verletzte Katze wurde von den Polizistinnen und Polizisten an der Straße gefunden und zu einem Tierarzt gebracht, wo der Kleinen direkt geholfen wurde, so die Polizei. Das Tier erlitt zum Glück nur leichte Verletzungen, war aber nicht gechipt und wartete nun sehnsüchtig auf ihre Besitzer, die zunächst nicht bekannt waren. Also startete die Polizei einen öffentlichen Aufruf nach dem Besitzer und fragte über die Sozialen Medien. „Wer vermisst seinen flauschigen Vierbeiner?“

Die frohe Nachricht kam schon nach wenigen Stunden

Dazu stellten die Ordnungshüter ein Foto der Katze auf dem Behandlungstisch des Tierarztes liegend online – mit Erfolg: Schon einige Stunden nach diesem Aufruf konnte die Polizei Erfreuliches vermelden. „Die Besitzer der Katze haben sich beim Tierarzt gemeldet.“

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Dass die Polizei auf diese Weise schnell für ein glückliches Ende des tierischen Unglücks sorgen konnte, begeistert viele Leser in den Sozialen Medien: Innerhalb eines Tages erhielten die Ordnungshüter über 100 lobende Reaktionen und Kommentare für ihren Einsatz, fast 200 Mal wurde der Facebook-Post der Polizei zudem geteilt.

„Ich bin sehr, sehr dankbar, wenn sich Menschen verantwortungsvoll verhalten, sich kümmern und auch die Polizei mit unseren ‚Familienmitgliedern‘ so sorgsam umgeht und um das Wohl unserer Fellnasen besorgt ist“, lobt ein Nutzer. Viele andere wünschen dem verletzten Tier schnelle Genesung, wie diese Nutzerin: „Gute Besserung dem Fellpopo!“

Der nächtliche Einsatz der Klever Polizei hatte ein Happy End.
Der nächtliche Einsatz der Klever Polizei hatte ein Happy End.© WAZ FotoPool | Christoph Reichwein

Und auch der Besitzer selbst ist natürlich froh und glücklich: Martin Peters aus Hau hatte seine Katze noch gar nicht vermisst, denn das 16 Jahre alte Tier sei als Freigänger oft unterwegs. „Eine Freundin hat den Aufruf dann in einer Facebook-Gruppe gesehen und sich bei uns gemeldet und gemeint: Das ist doch Eure Katze!“

„Luzie, der Schrecken der Straße“ lässt sich so schnell nicht unterkriegen

So war es. „Sie heißt Luzie, wie der Schrecken der Straße. Das passt auch sehr gut, der Name ist Programm, weil sie viel unterwegs ist und diverse Hunde vor genau dieser Katze Angst haben“, schildert der Besitzer des Tieres. Er berichtet erleichtert, dass Luzie offenbar nochmal „Glück im Unglück“ hatte: „Eine Kralle ist ausgerissen und sie hat eine kleine Schürfwunde am Bein.“

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Laut einem Sprichwort haben Katzen ja bekanntlich sieben Leben, in dieser Nacht hatte Luzie bei der Kollision mit dem Auto jedoch wohl „Riesenglück“, wie ihr Herrchen vermutet. Insgesamt sei das Tier aber sehr dominant: „Die lässt sich so schnell nicht unterkriegen, auch nicht von Hunden.“ Und offenbar auch nicht von der Kollision mit einem Auto...