Wer ist der Feuerteufel, der offenbar in Geldern schon seit Monaten sein Unwesen treibt? Am Mittag nach der Brand-Nacht, die die Feuerwehr in Geldern in Atem hielt, äußert sich die Polizei zu den Fällen, die stark nach Brandstiftung aussehen.
„Am Freitag erhielt die Kreispolizeibehörde Kleve gegen 3.30 Uhr Kenntnis über den Brand von zwei abgestellten Fahrzeugen“, so die Polizei. Die beiden Pkws waren im Bereich der Friedrich-Spee-Straße abgestellt und aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten.“
Rund 30 Minuten später der nächste Brand
Laut dem Leiter der Feuerwehr Geldern und Stadtbrandinspektor, André Bardoun, waren seine Kameraden noch mit dem Löschvorgang zweier Pkw und dem Retten eines von den Flammen bedrohten dritten Autos in unmittelbarer Nähe beschäftigt, als wenige hundert Meter weiter ein weiteres Fahrzeug in Flammen aufging. Dies wurde um kurz nach 4 Uhr bemerkt.
Beide Einsatzorte sein fußläufig leicht in wenigen Minuten erreichbar, so der Stadtbrandinspektor.
Die Kriminalpolizei ermittelt
So beschreibt die Polizei den zweiten Vorfall: „Im Rahmen des Einsatzes wurde noch ein drittes in Flammen stehendes Fahrzeug, welches am Friedrich-Nettesheim-Weg abgestellt gewesen war, gemeldet.“
Die Ermittlungen der Kripo zur Brandursache dauern zum aktuellen Zeitpunkt noch an, teilt die Polizei weiter mit.
Mülltonnen, Hecke und sogar ein Spielgerät betroffen
Nach NRZ-Informationen hat es seit dem Spätsommer diverse Vorfälle gegeben, bei denen es sich um Brandstiftung handeln könnte: Mehrmals brannten Mülltonnen. Anfang Oktober ging eine Hecke in Flammen auf und am 9. Oktober fing ebenfalls ein Auto Feuer. Ebenfalls am 9. Oktober brannte ein hochwertiges Spielgerät aus.
„Zum Glück gab es bisher noch keine verletzten Personen. Für die Feuerwehr ist das aber natürlich nicht schön und es hätte auch noch schlimmer kommen können, wären wir nicht so schnell vor Ort gewesen“, so André Bardoun.
>>> So hatten wir bereits Freitagfrüh berichtet <<<
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es in Geldern zu mehreren Fahrzeugbränden, bestätigte die Kreispolizei Kleve sowie die Feuerwehr Geldern auf NRZ-Nachfrage.
In Geldern läuft offenbar schon seit Wochen eine Brandserie an PKW.

Auch Löschschaum kam zum Einsatz
Noch während die Feuerwehr mehrere Autos löschte, wurde bereits der nächste Einsatz wenige hundert Meter weiter gemeldet. Unter anderem versuchte die Wehr mit Löschschaum das Feuer zu ersticken.
Laut einem Augenzeugen konnten Feuerwehr und Polizei Grillanzünder an den Brandorten feststellen.

Kripo geht dem Verdacht auf Brandstiftung nach
Mehrere PKW brannten völlig aus. Die Kripo ermittelt. Der Verdacht der Brandstiftung ist naheliegend.


