Die ukrainische Gemeinschaft im Nordkreis Kleve organisiert am 6. Juni einen Kulturtag für Familien im Jugend- und Kulturzentrum Radhaus am Sommerdeich 37 in Kleve. Alina Mykhailenko und Anastasiia Halushko aus Kleve haben federführend die Organisation in die Hände genommen. Der Kulturtag soll einen Austausch zwischen Ukrainern und Deutschen ermöglichen. Seit dem Beginn des Krieges sind viele Ukrainer an den Niederrhein gekommen. In Kleve leben aktuell 814 Ukrainer.

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Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer kleinen Ansprache, erwartet wird auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Kleve. „Der Kulturtag soll in erster Linie ein Zusammenkommen ermöglichen“, sagt Alina Mykhailenko. Daher werden kreative Workshops angeboten, um gemeinsam Schmuckstücke herzustellen, zu basteln oder zu malen. Auch traditionelle ukrainische Ornamente sollen gebastelt werden. Am Familientag sollen ukrainische und deutsche Kinder in Kontakt kommen.

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Traditionen der Ukrainer

Ab 11.30 Uhr ist dann auch Musik geplant. Es werden ukrainische Lieder gesungen und eine Kinder-Tanzgruppe tritt auf. Ein ukrainischer Singkreis, dem 14 Mitglieder angehören, ist dabei und eine Kreativgruppe aus Kevelaer: Barvy Ukrainy (Farben der Ukraine).

Alina Mykhailenko erzählt, dass die Ukrainer ihre Traditionen sehr pflegen und diese auch gerne den Deutschen zeigen würden. In den grenznahen Niederlanden gebe es mittlerweile viele Organisationen. In Nimwegen gebe es auch eine ukrainische Schule der Stiftung Volya Ukraine (Freiheit für die Ukraine).

Regeln im Handwerk lockern

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Viele Ukrainer haben schon den Weg in den Arbeitsmarkt gefunden, aber es sei kein leichter Weg. Oft stehen bürokratische Hürden im Weg. Vor allem die Sprachkenntnisse sind nicht leicht zu überwinden. Das Niveau B2 ist anspruchsvoll und vielleicht auch nicht für alle Berufe notwendig. Gerade im Handwerk kann man sich auch anders leicht verständigen, so Mykhailenko. In den Niederlanden sei der Weg über die englische Sprache einfacher. Hier sollte die Handwerkerschaft angesichts des Fachkräftemangels überlegen, ob man die Sprachstandards nicht heruntersetzt oder neue Wege geht.

Der Kulturtag im Radhaus beginnt am Samstag, 6. Juni, um 10 Uhr. Das Ende ist für 13.30 Uhr vorgesehen. Der Eintritt ist frei.