Das Herzkatheterlabor (HKL) des St. Antonius-Hospitals Kleve erfährt in den kommenden Wochen eine Aufwertung. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten wird während der Bauphase durch ein voll ausgestattetes mobiles Herzkatheterlabor aus Skandinavien sichergestellt. Zur Erinnerung: In der Nacht zum 15. Mai 2026 kam es zu einem Wasserschaden in der Abteilung. Die Notfallversorgung musste übergangsweise am Marienhospital in Kevelaer versorgt werden.

Täglich (außer Samstag)
Kleve-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Dr. Norbert Bayer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Nephrologie, erklärt: „Wir freuen uns sehr, dass wir auch während der anstehenden Renovierungsphase unsere volle Einsatzbereitschaft aufrechterhalten können. Das mobile Herzkatheterlabor verfügt nicht nur über eine gleichwertige, sondern über eine nahezu identische Ausstattung wie unsere stationären Geräte vor Ort“, so die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE)
Bekanntes System sichert Kardiologie-Versorgung im Klinikum
„Kernstück ist ein System, das wir in baugleicher Ausführung bereits in Kevelaer betreiben“, so Bayer weiter: „Dadurch können wir ohne zusätzlichen Schulungsaufwand oder Umgewöhnung wie gewohnt für die Menschen im Kreis Kleve da sein. Mit dieser Lösung ist die Notfall- und Regelversorgung kardiologischer Patientinnen und Patienten im Karl-Leisner-Klinikum vollumfänglich gesichert.“

Der Lieferung und Inbetriebnahme des mobilen HKL war ein aufwendiger Suchprozess vorausgegangen. KKLE-Geschäftsführer Sadık Taştan sagt dazu: „Für uns steht die bestmögliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten an erster Stelle. Die schnelle Verfügbarkeit sowie die kurzfristige Einsatzbereitschaft waren zentrale Kriterien bei der Auswahl einer Übergangslösung bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten. In diesem Zusammenhang wurde europaweit nach geeigneten Einrichtungen gesucht. Auch für einen Krankenhausträger wie uns ist das kein alltäglicher Vorgang.“
Team absolviert „Marathon“ und sichert Versorgung trotz Renovierung
„Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei unserem gesamten Team und unseren externen Partnern bedanken“, sagt Taştan. Das Team sei „in den vergangenen Tagen und Wochen nicht nur die Extrameile gegangen“, sondern habe „einen ganzen Marathon absolviert. Es ist nicht zuletzt ihrem außergewöhnlichen Einsatz zu verdanken, dass wir unserem Versorgungsauftrag auch während notwendiger Renovierungsarbeiten uneingeschränkt nachkommen können.“
Lesen Sie auch
Das 26 Tonnen schwere mobile Herzkatheterlabor ist 13,6 Meter lang, 4,3 Meter breit und 4,2 Meter hoch. Im Inneren ist es in einen Untersuchungs-, einen Kontroll- und einen Technikraum aufgeteilt. Das verbaute High-End-Bildgebungssystem Siemens Artis One ist baugleich zu den Geräten am Standort Kevelaer, sodass das Team ohne Umgewöhnung arbeiten kann. Das System des dänischen Anbieters Scandinavian Medical Solutions (SMS) war zuletzt im Rahmen eines NHS-Programms in Großbritannien im Einsatz.







