4,8 Millimeter – mehr nicht. Das ist die Niederschlagsmenge pro Quadratmeter, die die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft (Lineg) im März dieses Jahres in ihrem Verbandsgebiet verzeichnet. Üblicherweise fallen in diesem Monat 55,6 Millimeter Niederschlag, also fast zwölf Mal so viel. Dennoch, ein neuer Negativrekord sei der extrem niedrige Wert nicht, heißt es in einer Mitteilung. Noch steht der Negativ-Rekord aus dem März 1929, als 4,0 Millimeter Niederschlag an der ältesten Lineg-Messstation in Moers-Repelen notierte.

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Die Niederschlagsbilanz des bisherigen Wasserwirtschaftsjahres, das am 1. November 2024 begann und am 31. Oktober 2025 enden wird, fällt mit einem leichten Minus aus. Von November 2024 bis März 2025 wurden exakt 249,9 Millimeter Niederschlag im Verbandsgebiet der LINEG gemessen. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel sind es für diese Monate 276,2 Millimeter.
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Was überrascht: Die niedrigere Niederschlagsbilanz habe bisher weniger Auswirkungen auf das Grundwasser am linken Niederrhein als vielleicht gedacht. Das Defizit, das sich in den trockenen Jahren zwischen 2017 und 2020 aufgebaut hatte, sei mit der Rekordregenmenge von mehr als 1.143 Millimeter im vergangenen Wasserwirtschaftsjahr ausgeglichen worden.
Das Grundwasser steht noch hoch
Die Grundwasserstände in der Region lägen dagegen vielerorts noch immer – niederrheintypisch – hoch. Diese würden bis weit in das Hinterland hinein vom Rhein beeinflusst. Seit Anfang März liege nun der Rhein am Pegel Ruhrort beständig unter der sogenannten Mittelwasserlinie. Seitdem könne Grundwasser in Richtung des Flusses abfließen. Allerdings bewege sich Grundwasser sehr langsam durch die verschiedenen Erdschichten. So seien Veränderungen nur entsprechend zeitverzögert zu beobachten.
Und auch wenn der Grundwasserstand hoch ist, so ist das nicht zu verwechseln mit der Feuchtigkeit des Bodens in den oberen Schichten. Diese reagieren schneller auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Laut Dürremonitor des Helmholtz-Institutes weist der Boden bis zu einer Tiefe von 25 Zentimetern auch am Niederrhein für die vergangenen 30 Tage eine „außergewöhnliche Dürre“ auf (siehe Website des Helmholtz-Institutes; www.ufz.de).




