„Der Moerser Immobilienmarkt hat 2025 wieder Fahrt aufgenommen“, schreibt die Stadt Moers in einer Pressemitteilung. „Nach Jahren mit rückläufigen Verkäufen profitieren Käufer und Verkäufer gleichermaßen vom gesunkenen Zinsniveau – auch wenn die Verluste der vergangenen Jahre noch nicht vollständig aufgeholt sind.“ Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte habe die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt analysiert und in seinem aktuellen Bericht veröffentlicht. Demnach sei die Zahl der Kauffälle deutlich gestiegen und wieder auf dem Niveau von 2021.
Wohnungen in Moers: Verkäufe stiegen 2025 um fast ein Viertel
„Der Geldumsatz wuchs auf gut 240 Millionen Euro (etwa plus 18 Prozent) – getragen vor allem von Ein- und Zweifamilienhäusern (knapp 135 Millionen Euro Umsatz/Plus von 29,9 Prozent)“, so die Stadt. Weiterverkäufe würden den Markt weiterhin dominieren, Neubauten machten hingegen nur einen kleinen Anteil aus. Für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser zahlen Interessenten im Schnitt 354.000 Euro. Der Preis für freistehende Einfamilienhäuser liege im Schnitt bei rund 402.000 Euro. Neubauten ohne Keller würden im Schnitt für 477.000 Euro verkauft.

„Ein Plus gab es auch beim Flächenumsatz und da besonders stark in den Segmenten Gewerbe und Industrie – über 90 Prozent des Zuwachses entfallen auf diese Bereiche.“ Auch beim Wohnungseigentum könne eine positive Entwicklung beobachtet werden: Die Zahl der Verkäufe sei um fast ein Viertel gestiegen, der Geldumsatz um rund ein Fünftel. Eigentumswohnungen jüngeren Baujahres liegen nach Stadt-Angaben bei rund 3700 Euro pro Quadratmeter, neue Wohnungen zwischen 4100 und 4900 Euro pro Quadratmeter. „Insgesamt stiegen die Preise für Wohnungseigentum im Schnitt um etwa 2,8 Prozent. Erstverkäufe spielen nur noch eine geringe Rolle, Weiterverkäufe dominieren klar.“
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Zum 1. Januar 2026 seien die Bodenrichtwerte im Schnitt um drei Prozent erhöht worden. Wohnbauflächen und Mischgebiete verteuern sich um zehn Euro pro Quadratmeter, Wohnen im Außenbereich um fünf Euro. „Landwirtschaftliche Flächen steigen erstmals seit 2021 wieder leicht an (auf 7 Euro), Forstflächen bleiben unverändert, Gewerbeflächen behalten ihre bisherigen Werte.“ Auch die Immobilienrichtwerte seien angepasst worden: Ein- und Zweifamilienhäuser steigen im Schnitt um 3,7 Prozent, Eigentumswohnungen um 4,9 Prozent.



